Zu teuer für Warner: "Barbie 2" hängt nun am seidenen Faden
Wird es jemals eine Fortsetzung des Megahits Barbie geben? Aktuell sieht es nicht danach aus. Wie die New York Times berichtet, hängen die Verhandlungen zwischen Warner Bros. und den Beteiligten des 2023er-Kinoerfolgs in der Luft – und die Zeit drängt. Bis Dezember dieses Jahres muss das Studio den Deal unter Dach und Fach bringen, sonst fallen die Filmrechte zurück an Mattel, die sie dann neu vergeben könnten. Im Zentrum des Streits stehen die Gagenforderungen von Regisseurin Greta Gerwig (42) sowie Stars wie Margot Robbie (36) und Ryan Gosling (45), die alle neu verhandeln müssen, weil damals niemand mit einem solchen Erfolg gerechnet hatte und entsprechend keine Optionen für weitere Filme vereinbart wurden.
Besonders Ryan Goslings Forderungen sorgen offenbar für Stocken in den Gesprächen. Für "Barbie 2" soll er 17,6 Millionen Euro Gage verlangen – zum Vergleich: Für den ersten Teil erhielt er 10,9 Millionen. Warner-Chef David Zaslav sträubt sich, diesen Forderungen nachzugeben. Die Verantwortlichen des Studios, Pam Abdy und Michael De Luca, bestätigten gegenüber der New York Times die schwierige Lage: "Wir haben einen bestehenden Lizenzvertrag mit Mattel und eine Reihe großzügiger Angebote unterbreitet, um die Verhandlungen über die Produktion des nächsten "Barbie"-Films zu einem Abschluss zu bringen. Jedoch ist es uns bislang nicht gelungen, eine Einigung zu erzielen." Greta Gerwig und ihr Ehemann Noah Baumbach (56) sollen zwar bereits eine Geschichte für die Fortsetzung entwickelt haben, halten die Idee aber bewusst zurück, solange die Verträge noch nicht stehen.
Zaslavs Zurückhaltung dürfte auch mit einem schmerzhaften Rückblick zusammenhängen. "Joker" spielte 2019 über eine Milliarde US-Dollar, umgerechnet 869 Millionen Euro, ein – Hauptdarsteller Joaquin Phoenix (51) bekam dafür 4 Millionen Euro. Für die Fortsetzung "Joker: Folie à Deux" im Jahr 2024 stieg seine Gage auf 17,6 Millionen Euro, der Film selbst spielte jedoch nur rund 182 Millionen Euro ein und gilt als eines der größten Flops der jüngeren Kinogeschichte. "Barbie" hingegen hatte 2023 weltweit rund 1,2 Milliarden Euro eingespielt und war damit einer der erfolgreichsten Filme des Jahres. Greta war mit dem Film die erste Regisseurin überhaupt, deren Werk die Milliardenmarke knackte.













