Hat Joseph Connagh seinen Mord aus einem Irrglauben heraus gestanden? Durch seine zahlreichen Teilnahmen an Gamingshows wurde der Engländer, der mittlerweile in Amsterdam lebt, berühmt. Letztes Jahr veröffentlichte er seine Autobiografie und schockte vor allem mit einem grausigen Detail aus seinem Leben: 1988 tötete er offenbar einen Unbekannten. Nun stellt sich heraus, dass sich der 46-Jährige beim Verfassen dieser Bekennerzeilen offenbar in Sicherheit wähnte.

Joseph Connagh, 2014
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Joseph Connagh, 2014

Im Jahr 2006 gab es in den Niederlanden eine umfassende Rechtsreform. Bei diesen Gesetzesänderungen wurde auch die Verjährungsfrist für Morde abgeschafft. Davor sah die Justiz vor, dass der Tatbestand 18 Jahre nach dem Vorfall verjährt. Daher dachte Joseph Connagh offenbar auch, dass sein Totschlag keine Konsequenz für ihn haben wird, da er sich 1988 ereignete. Bei Erscheinen seiner Biografie im Jahr 2015 wäre die Tat dementsprechend verjährt gewesen. Da diese Frist mittlerweile jedoch abgeschafft wurde, muss sich der Quizshow-Kandidat nun doch der Mordanklage stellen.

Joseph Connagh in London
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Joseph Connagh in London

"Stichtag für die Rechtsgrundlage ist der 1. Januar 2006. Wäre die Tat 1987 begangen worden, wäre sie also noch verjährt", erklärt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber der Sun. Im Moment befindet sich Joseph Connagh in Polizeigewahrsam. Dort muss er bis 28. November warten – Dann beginnt sein Gerichtsprozess.

Joseph Connagh bei einem Marathon
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Joseph Connagh bei einem Marathon