Großer Schockmoment in Spanien: Bei einem Stierkampf in der "La Misericordia"-Arena in Zaragoza gab es erneut eine Attacke auf einen Torero. Der einäugige Juan José Padilla wurde von einem über 600 Kilogramm schweren Stier angegriffen.

Juan José Padilla in Madrid
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Juan José Padilla in Madrid

Beinahe hätte sich das Horn des Tieres ausgerechnet durch die berühmt-berüchtigte Augenklappe des Matadors gebohrt, doch dieser kam noch einmal glimpflich davon, wie das spanische Blatt El Mundo berichtet. Er wurde nach dem missglückten Angriff auf sein fehlendes Auge allerdings zu Boden gerissen und von dem massiven Bullen überrannt. Das Unglaubliche: Juan José kam mit leichten Verletzungen davon, wurde nur kurz behandelt und kehrte danach sogar für einen weiteren Kampf in die Arena zurück.

Torero Juan Jose Padilla beim Stierkampf in Sevilla
Julio Munoz / EFE / SIPA / ActioPress
Torero Juan Jose Padilla beim Stierkampf in Sevilla

Aber warum trägt der Torrero überhaupt eine Augenklappe? Für den flinken Spanier mit der roten Flagge war dies nicht die erste gefährliche Stierattacke. 2011 verlor er bei einem Kampf sein linkes Auge, wurde dadurch als "Pirat mit der Augenklappe" bekannt. Padilla überlebte den Angriff nur knapp und feierte dennoch bereits fünf Monate später sein Comeback. Seither gilt er als nationale Legende.

Juan Jose Padilla beim Stierkampf während des San Barlolome Festes in Alcala de Henares
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Juan Jose Padilla beim Stierkampf während des San Barlolome Festes in Alcala de Henares

Während Juan José Padilla noch Glück im Unglück hatte, endete ein Stierkampf in diesem Jahr bereits tödlich. Der 29-jährige Torero Víctor Barrio starb im Juli live im TV in Teruel. Seitdem entfachte die Diskussion über die gefährliche und für die Stiere oftmals qualvolle spanische Tradition von Neuem. Tierschutzorganisationen fordern bereits seit Jahren, dass die umstrittenen Duelle von Mensch und Stier abgeschafft werden.