Kristin Cabot packt bei Oprah über den Kiss-Cam-Skandal aus
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Kristin Cabot packt bei Oprah über den Kiss-Cam-Skandal aus

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min

Was wie ein normaler Konzertabend begann, entpuppte sich für Kristin Cabot als emotionaler Albtraum auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Die frühere Personalchefin des Technologieunternehmens Astronomer war im Juli 2025 gemeinsam mit ihrem damaligen Chef Andy Byron bei einem Coldplay-Konzert und wurde dort von der Kiss-Cam erwischt. Die Aufnahmen verbreiteten sich innerhalb weniger Stunden im Netz und lösten einen handfesten Skandal aus. Was die Öffentlichkeit damals nicht wusste: Kurz bevor das Konzert begann, hatte Kristin per Nachricht von ihrer Tochter erfahren, dass auch ihr von ihr getrennt lebender Ehemann Andrew Cabot im Stadion war. "Ich dachte mir: 'Wird es komisch sein, wenn er mich mit Andy sieht, falls ich ihm über den Weg laufe?'", erzählte Kristin nun im "The Oprah Podcast". "Aber dann dachte ich mir: 'Ich bin im Gillette Stadium. Hier sind 55.000 Menschen. Ich werde ihm wahrscheinlich nicht über den Weg laufen.'"

Kristin betonte, dass die Umarmung und die Küsse die ersten Zärtlichkeiten gewesen seien, die sie mit Andy ausgetauscht habe. Zudem habe er sie in die Irre geführt. Ihm zufolge soll auch er am Ende seiner Ehe gewesen sein. Doch die Realität habe anders ausgesehen. "Es gab ein großes Versagen in Sachen Ehrlichkeit und Integrität", sagte Kristin Oprah gegenüber unmissverständlich und ergänzte: "Er war nicht die Person, als die er sich mir gegenüber dargestellt hatte – und Lügen sind für mich ein absolutes No-Go." Die Wahrheit sei erst nach dem Skandal ans Licht gekommen: Andy wurde kurz darauf gemeinsam mit seiner Frau fotografiert – beide trugen noch ihre Eheringe. Für Kristin sei das der endgültige Bruch gewesen. Ihr letztes Treffen mit ihm habe im September stattgefunden, seitdem hätten die beiden keinen Kontakt mehr.

Kristin musste die volle Wucht des medialen Gegenwinds alleine abfedern. Andy trat zwar als Astronomer-Chef zurück, zog sich danach aber vollständig aus der Öffentlichkeit zurück. "Ich wurde allein mit dem Schlamassel zurückgelassen. Dass er schweigt und ich diejenige bin, die angegriffen wurde – das ist nicht eine Eigenschaft, die ich mir bei einem Freund, einem Partner oder einem Chef wünsche", sagte sie bei Oprah. Sie machte auch auf das strukturelle Problem aufmerksam, das hinter dieser Dynamik steckt: "Er kann jederzeit wieder arbeiten gehen, wenn er bereit ist. Ich nicht", so Kristin. Ihr Fazit: Sie könne nicht schweigen und einfach hinnehmen, was passiert sei – zu wichtig sei es ihr, dass die Öffentlichkeit die wahre Geschichte kenne und verstehe, wie gefährlich vorschnelle Urteile sein können.

Andy Byron und Kristin Cabot auf der Kiss-Cam eines Coldplay-Konzerts
Imago
Andy Byron und Kristin Cabot auf der Kiss-Cam eines Coldplay-Konzerts
Coldplay, 2023
Getty Images
Coldplay, 2023
Chris Martin mit seiner Band Coldplay
Getty Images
Chris Martin mit seiner Band Coldplay
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