Wegen Epstein-Skandal: Mette-Marit verliert Schirmherrschaft
Im norwegischen Königshaus spitzt sich die Krise weiter zu: Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen (52) verliert eine weitere wichtige Schirmherrschaft. Der Norwegische Bibliotheksverband hat jetzt offiziell bekannt gegeben, sich komplett von der Royal zu trennen – das berichtet Ekstra Bladet online. Zuvor war das gemeinsame Engagement bereits seit Februar auf Eis gelegt, nachdem Mette-Marits frühere Verbindung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) bekannt geworden war. Wie es in einer Pressemitteilung der Organisation heißt, wird die Kronprinzessin mit sofortiger Wirkung als Protektorin abberufen. Parallel dazu sorgt eine weitere Nachricht aus Oslo für Aufsehen: Wegen gesundheitlicher Probleme sagt Mette-Marit ihre Teilnahme am bevorstehenden Staatsbesuch des belgischen Königspaares in Norwegen ab, wie der Sender NRK berichtet.
In ihrem Statement macht die Bibliotheksvereinigung deutlich, wie sehr der Epstein-Skandal das Vertrauensverhältnis belastet hat. Die Verantwortlichen erinnern daran, dass der Hof nach dem Bekanntwerden der Kontakte der Kronprinzessin zu Epstein in Aussicht gestellt habe, weitere Informationen zu liefern. Diese seien jedoch über einen längeren Zeitraum ausgeblieben. Der Vorstand habe das Thema mehrfach intern beraten und mit gewählten Vertretern diskutiert, bevor die Entscheidung nun auf einem Landestreffen mitgeteilt wurde. In der Erklärung ist von "problematischen Verhältnissen im Zusammenhang mit Vertrauensbrüchen und Unwahrheiten" die Rede. Außerdem sei das Rollenverständnis rund um die königliche Protektion schwach gewesen und die offengelegten Werte passten nicht zu denen des Bibliotheksverbands. Angesichts der schwerwiegenden Straftaten im Zusammenhang mit Epstein sei es für die Organisation schwierig, die Schirmherrschaft fortzuführen.
Parallel zu den Diskussionen über ihre Rolle als Schirmherrin rückt bei Mette-Marit immer stärker ihre Gesundheit in den Vordergrund. Die Kronprinzessin leidet seit Längerem an Lungenfibrose, einer chronischen Erkrankung, bei der sich Narbengewebe in der Lunge bildet und das Atmen zunehmend erschwert. Gegenüber NRK schilderte sie im Dezember, dass sie einen Großteil der vergangenen Monate im norwegischen Rikshospital oder in Jessheim verbracht habe, um zahlreiche Untersuchungen durchführen zu lassen. Die Ärzte bereiten sie demnach inzwischen auf eine mögliche Lungentransplantation vor, nachdem sich der Krankheitsverlauf schneller entwickelt habe, als sie und die Mediziner ursprünglich gehofft hatten. Während Mette-Marit nun öffentliche Termine wie den Staatsbesuch absagen muss, steht sie schon seit Jahren im Fokus verschiedener Organisationen – darunter auch kulturelle Einrichtungen wie Chöre –, die ihre Verbindungen zu Epstein im Licht ihrer repräsentativen Rolle neu bewerten.









