Es ist zumindest ein symbolischer Akt: Jens Lehmann (51) musste gerade seinen Posten im Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC räumen. Grund dafür waren rassistische Äußerungen in einem privaten Chatverlauf, die Dennis Aogo in der Nacht auf Mittwoch öffentlich machte. Jetzt reagierte auch der Heimatverein des ehemaligen deutschen Nationaltorhüters: Das Gelände des Heisinger SV darf der Ex-Profi jetzt nicht mehr betreten – Jens hat Hausverbot!

Für den Essener Bezirksligisten spielte Jens zwischen 1975 und 1978 in der Jugend. Jetzt fand man dort klare Worte und bezog auf Facebook Stellung zu den Vorwürfen: "Auch wenn du dich in den letzten 40 Jahren keine drei Mal hast sehen lassen und dir das wahrscheinlich völlig egal ist: Du hast Hausverbot!" Der ehemalige Spieler des Klubs sei auf dem Vereinsgelände nicht mehr willkommen.

Damit wolle der Verein sich gegen gesellschaftliche Probleme positionieren, die im Fußball keinen Raum haben sollen – vor allem Rassismus und Homophobie: "Wir müssen aufpassen, wir müssen wachsam sein, wir dürfen das niemals tolerieren, wir müssen einschreiten, wir müssen Courage zeigen." Auch wenn das Verbot für Jens keine große Einschränkung bedeuten mag, sei dem Klub aus dem Ruhrpott die Symbolkraft wichtig.

Dennis Aogo, Fußballer
Getty Images
Dennis Aogo, Fußballer
Jens Lehmannim Jahr 2011 im Dress von Arsenal London
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Jens Lehmannim Jahr 2011 im Dress von Arsenal London
Jens Lehmann im Februar 2020 in Berlin
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Jens Lehmann im Februar 2020 in Berlin
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