Die Stadt Leipzig nimmt Gil Ofarims Entschuldigung nicht an
Im Dschungelcamp sorgte Gil Ofarim (43) in den vergangenen Tagen nicht nur mit Prüfungen und dem Camp-Alltag für Schlagzeilen, sondern auch mit seiner TV-Entschuldigung an Leipzig. Vor laufenden Kameras betonte der Sänger, der damalige Vorfall in einem Leipziger Hotel habe nichts mit der Stadt oder dem Bundesland Sachsen zu tun gehabt, und richtete sich ausdrücklich an alle, die sich von seinen früheren Aussagen getroffen fühlen. Nun meldet sich die Stadt Leipzig zu Wort – und macht klar, dass sie diese späte Entschuldigung nicht einfach so hinnehmen will. Stadtsprecher Matthias Hasberg erklärt gegenüber dem Portal KUKKSI, warum die Worte des Camp-Bewohners in Leipzig einen bitteren Beigeschmack hinterlassen.
Im Hintergrund steht der aufsehenerregende Hotel-Fall aus dem Jahr 2021: Damals hatte der Sänger einem Mitarbeiter eines Leipziger Hotels vorgeworfen, ihn antisemitisch diskriminiert zu haben – eine Anschuldigung, die später als haltlos eingestuft wurde. Das Verfahren wurde gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt, ohne Schuldspruch, doch das Vertrauen vieler Leipziger blieb erschüttert. Genau daran knüpft Matthias Hasberg nun an: "Die Stadt nimmt die Entschuldigung zur Kenntnis. Aber es fällt schwer, sie zu akzeptieren. Es geht bei diesem Fall ja nicht um eine versehentlich missverständliche Aussage, sondern das Ziel war von Beginn an, mit einer Falschnachricht möglichst viel Aufmerksamkeit zu erreichen. Dass jemand dies mit dem sensiblen Thema Antisemitismus versucht, war bis dato nicht vorstellbar", sagt der Sprecher gegenüber dem Portal.
Um seine Entschuldigung an die Menschen in Leipzig und Sachsen zu richten, hatte sich Gil vergangenen Dienstag sichtlich bewegt ins Dschungeltelefon zurückgezogen. Er betonte: "Wenn das so rübergekommen ist, möchte ich mich bei den Bürgern von Leipzig und allen, die sich angesprochen fühlen, entschuldigen. Das tut mir leid, das wollte ich nicht." Trotzdem blieb nach der bewegenden Szene im Camp ein bitterer Nachgeschmack – nicht nur bei den Zuschauern, sondern offenbar auch in Leipzig selbst.










