

Sylvester Stallones Geständnis: Er wollte "Rambo" verbrennen
Sylvester Stallone (79), heute eine unumstrittene Action-Ikone, konnte ausgerechnet den Film, der ihn zur Legende machte, zunächst überhaupt nicht leiden. Nachdem er 1982 in "Rambo", dem von Ted Kotcheff inszenierten "First Blood", als traumatisierter Vietnam-Veteran John Rambo vor der Kamera stand, erlebte der Schauspieler beim ersten Rohschnitt einen Schock. In einem Gespräch mit Howard Stern (72), welches auf YouTube zu sehen ist, erinnerte sich der gebürtige New Yorker daran, wie er gemeinsam mit seinem Manager ein internes Screening besuchte – und danach überzeugt war, dass dieser Film seine Karriere zerstören würde. Sylvester berichtet, sie hätten sogar versucht, die Rechte zurückzukaufen und das Material zu vernichten, indem sie "die Negative verbrennen".
Der Star, der sich zuvor seine Paraderolle Rocky Balboa selbst auf den Leib geschrieben hatte, war bei "Rambo" auf ein Projekt aufgesprungen, das viele andere längst abgelehnt hatten: Namen wie Robert Redford (†89), Paul Newman (†83), James Caan (85), Burt Reynolds (†82), Robert De Niro (82) und Al Pacino (85) sagten der Rolle reihenweise ab. Gegenüber dem Magazin Empire nannte Sylvester den Film rückblickend sogar "im wahrsten Sinne des Wortes verflucht". Als er dann die erste, rund dreieinhalbstündige Fassung sah, habe er nur gedacht: "Das ist ein Karriere-Killer!" Er und sein Manager verließen den Saal, fühlten sich körperlich schlecht und hätten nach Wegen gesucht, die Veröffentlichung zu stoppen. Erst nach massiven Kürzungen formte sich aus dem überlangen Rohmaterial der straffe Mix aus Actionthriller und Psychodrama, der im Kino schließlich Kassen und Kritiker überzeugte und "First Blood" zu einem Hit machte.
Dass Sylvester geradezu wählerisch bei neuen Projekten ist, zeigte sich auch immer wieder bei Angeboten von Quentin Tarantino (62). Der TV-Star lehnt seit Jahrzehnten Rollen des Kultregisseurs ab – darunter Hauptparts in "Jackie Brown" und "Death Proof". Im Gespräch mit dem Magazin Maclean's erklärte Sylvester, er und Quentin hätten sich häufig uneinig über die Botschaften der Figuren gezeigt. "Ich dachte, das sei nicht die richtige Botschaft. Es hatte fast 200.000 Suizide unter heimkehrenden Vietnam-Veteranen gegeben", erinnerte er sich an die Diskussion um Rambos Schicksal. Quentin habe ihm daraufhin vorgehalten: "Du bist ein Feigling, du hättest ihn töten sollen!" Doch Sylvester konterte klar: "Quentin, du bist ein Irrer. Ich möchte ein paar Fortsetzungen machen, Bruder."







