

Luna Jordans (†) Schauspielkarriere war oft große Belastung
Der tragische Tod von Schauspielerin Luna Jordan bewegt die deutsche Filmbranche noch immer zutiefst. Die Berlinerin starb am 13. Mai im Alter von nur 24 Jahren plötzlich und unerwartet, wie ihre Agentur im Namen der Familie mitteilte. Eine offizielle Todesursache ist bislang nicht bekannt. Während Kolleginnen und Kollegen um die junge Schauspielerin trauern, rücken nun frühere TV-Aufnahmen von ihr in den Fokus. In der NDR-Dokumentation "Kinderschauspieler – Der Preis des Erfolgs", die erst Ende Februar ausgestrahlt wurde, sprach Luna offen darüber, wie sehr sie die emotional anspruchsvollen Rollen belastet hatten.
Dabei erzählte Luna, dass sie einerseits dankbar für die tiefgründigen Figuren gewesen sei, die sie verkörpern durfte. "Ich bin sehr froh, immer so sehr anspruchsvolle und vielschichtige Rollen zu haben und nicht irgendwie die perfekte Tochter", verriet sie. Gleichzeitig berichtete die Darstellerin aber auch, dass sie sich für manche Projekte selbst völlig zurückgenommen habe. "Diese Figuren waren mein neues Ich und ich habe mein Leben um mich herum komplett vernachlässigt", schilderte sie. Um besonders intensiv spielen zu können, habe sie damals geglaubt, sich für eine Rolle regelrecht "kaputt machen" zu müssen. Nach Drehtagen sei sie emotional oft nicht mehr aus dem Zustand ihrer Figur herausgekommen: "Wo ich dann echt manchmal eine halbe Stunde einfach weinend auf dem Boden lag und ich wusste nicht, was mit mir los ist."
Rückblickend wirkt vor allem ein Satz aus der Dokumentation heute besonders eindringlich. Luna sagte vor der Kamera: "Ich kann mich nicht mehr zerstören für solche Projekte, sonst kann ich diesen Beruf mit 25 nicht mehr machen." Die Schauspielerin stand in den vergangenen Jahren für zahlreiche Serien und Filme vor der Kamera und wurde unter anderem durch Produktionen wie "Euphorie" und "Jenseits der Spree" einem breiteren Publikum bekannt. Neben ihrer Arbeit vor der Kamera galt Luna zudem als feste Größe in der jungen Berliner Schauspielszene und arbeitete bis vor Kurzem noch an neuen Projekten.






