

Herzinfarkt: Musiker Abomé Léléfant stirbt mit nur 33 Jahren
Die Musikwelt trauert um Abomé Léléfant (†33). Der ivorische Rapper, dessen bürgerlicher Name Anassin Boris Médard lautete, ist am Montag, dem 18. Mai, im Alter von nur 33 Jahren im Universitätsklinikum Treichville in Abidjan verstorben. Wie Personen aus seinem familiären Umfeld berichten, erlag er den Folgen eines Herzinfarkts. Sein Tod kam völlig überraschend – Menschen aus seinem Umfeld zeigten sich gegenüber der Webseite Linfodrome bestürzt: "Wir wussten, dass er Augenprobleme hatte. Wir sind schockiert von seinem Tod, besonders von dem Herzinfarkt."
Neben dem Herzleiden war Léléfant seit seiner Kindheit von einer tropischen Augenerkrankung betroffen, die bei seinen letzten öffentlichen Auftritten sichtbar war. Der Rapper selbst sprach offen darüber: "Ich leide an Sehproblemen, die ich schon seit meiner Kindheit habe. Eine Krankheit namens Endemische Tropische Limbo-Konjunktivitis. Daher die Rötung meiner Augen. Ich werde so genau wie möglich beobachtet, um den Schaden zu begrenzen." Auf seine künstlerische Arbeit hatte die Erkrankung offenbar keinen Einfluss. Noch im Mai 2026 veröffentlichte er seinen letzten Track "Médicament".
Auch hochrangige Persönlichkeiten der Elfenbeinküste reagierten auf die Nachricht. Die First Lady Dominique Ouattara würdigte ihn laut Linfodrome mit den Worten: "Eine mächtige Stimme und eine großzügige Seele. Sein Weggang hinterlässt eine riesige Leerstelle in der ivorischen Musikszene und in unseren Herzen." Auch Kulturministerin Françoise Remarck sprach von Mitgefühl und Trauer und lobte seine "unerschütterliche Verfügbarkeit, besonders für Kinder". Abomé Léléfant hatte seine Karriere 2010 als Frontman der Gruppe Fiesta Parade begonnen, der er bis 2017 angehörte. Anschließend arbeitete er mit dem bekannten Produzenten DJ Arafat zusammen, bevor er sich 2020 entschied, als Soloartist durchzustarten. Mit Singles wie "Numéro 10" und "Solo" feierte er dabei nennenswerte Erfolge.




