Tauber BBC-Moderator saß in Mount-Everest-Todeszone fest
BBC-Moderator Michael Woods hat den Mount Everest bezwungen – und dabei einen Albtraum in der gefürchteten Todeszone überlebt. Der gehörlose Brite stand vor wenigen Tagen auf dem 8.848 Meter hohen Gipfel und schrieb damit als nach eigenen Angaben erster gehörloser britischer Bergsteiger am höchsten Berg der Welt Geschichte. Wie der Gebärdensprach-Moderator jetzt auf Instagram schilderte, geriet der Triumph jedoch beim Abstieg in lebensgefährliche Schräglage: In der Nähe des berüchtigten Hillary Step auf etwa 8.750 Metern Höhe verlor Michael den Kontakt zu seinem Sherpa und strandete stundenlang ganz allein im Bereich, in dem der Sauerstoff so dünn ist, dass er ohne zusätzliche Hilfe kaum zum Überleben reicht.
In seinem ausführlichen Post erklärte Michael, dass er auf dem Weg zurück vom Gipfel plötzlich ohne Sauerstoff dastand. Seine Flasche war leer, er fühlte sich extrem schwach und schaffte es zunächst nicht weiter nach unten. "Ich war zwei bis drei Stunden komplett allein nahe dem Hillary Step, ohne jemanden um mich herum. In diesem Moment hatte ich nur meine Kinder im Kopf und kämpfte mich nach unten, um am Leben zu bleiben", schrieb er auf Instagram. Gerüchte über eine dramatische Rettungsaktion wies der Abenteurer zurück: Er sei nicht per Bergungsaktion aus der Todeszone geholt worden. Stattdessen sei sein Sherpa-Guide später vom Lager aus wieder aufgestiegen, habe ihn etwa auf 8.400 Metern getroffen und dann beim mühsamen Abstieg zurück zu Camp vier unterstützt. Details zu den genauen Abläufen will Michael in nächster Zeit noch ausführlicher teilen.
Eigentlich hatte Michael den gefährlichen Aufstieg vor allem aus einem Herzensgrund gewagt: Der BBC-Star sammelt mit seiner Everest-Tour Spenden für die National Deaf Children’s Society, eine Organisation, die gehörlose Kinder unterstützt. Auf der Plattform JustGiving sind dafür bereits mehrere tausend Pfund zusammengekommen. Der Familienvater betont immer wieder, dass er mit der Aktion vor allem seinen eigenen Kindern ein Vorbild sein möchte. Auf der Spenden-Seite schreibt er, er wolle ihnen zeigen, dass "nichts unmöglich ist" und sie ihre Träume verfolgen können, "egal wie groß sie sind". Den Moment auf dem Dach der Welt beschreibt der Bergfan als einen der heftigsten Kämpfe seines Lebens – mental wie körperlich – und als Erlebnis, das er nie vergessen will.







