

Oscarpreisträgerin Barbara Ling stirbt nach Krebsdiagnose
Die Filmwelt trauert um Barbara Ling. Die Oscar-prämierte Produktionsdesignerin ist am Donnerstag in Santa Barbara gestorben, nachdem bei ihr Krebs diagnostiziert worden war. Das teilte eine Sprecherin der Talentagentur WME mit. Barbara wurde 73 Jahre alt. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit Quentin Tarantino (63) und zuletzt durch das Michael Jackson (†50)-Biopic "Michael" von Regisseur Antoine Fuqua (60). Seit seiner Veröffentlichung im April spielte es weltweit fast eine Milliarde ein.
Für ihre Arbeit an Tarantinos "Once Upon a Time... in Hollywood" aus dem Jahr 2019 gewann Barbara gemeinsam mit Set-Dekorateurin Nancy Haigh den Oscar für das beste Produktionsdesign. Dazu kamen ein Art Directors Guild Award sowie ein Critics' Choice Award, außerdem Nominierungen für den BAFTA und den Satellite Award. Gegenüber Deadline schwärmte sie damals von ihrer Arbeit: "Wie könnte man nicht die Idee lieben, dass jede neue Sache, die man macht, ein völlig neues Regelwerk und neue Erfindungen mit sich bringt? Als Designerin hört dein Kopf nie auf zu denken. In diesem Fall wird die Einzigartigkeit davon im Nachhinein sehr schwer zu übertreffen sein."
Barbara begann ihre Karriere in Hollywood als Lichtdesignerin bei der Comedyshow "The Pee-Wee Herman Show" im Jahr 1981, bevor sie mit David Byrnes (74) Film "True Stories" im Jahr 1986 ins Produktionsdesign wechselte. In den folgenden Jahrzehnten arbeitete sie an einer Vielzahl bekannter Produktionen, darunter "Less Than Zero", "The Doors", "Fried Green Tomatoes" – für den sie auch als Associate Producer tätig war –, sowie "Batman Forever" und "Batman & Robin". Zu ihren späteren Projekten zählten außerdem "Hearts in Atlantis", "No Reservations" und "A Man Called Otto".






