Auktion: Brigitte Bardots Nachlass erzielt fast eine Million

Auktion: Brigitte Bardots Nachlass erzielt fast eine Million

- Marina Birner
Lesezeit: 2 min
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Mehr als 280 persönliche Erinnerungsstücke von Brigitte Bardot (†91) sind am Montag im Pariser Hôtel Drouot versteigert worden. Die Filmikone war im Dezember 2025 gestorben – nun wechselten ihre privaten Besitztümer in einer fast neunstündigen Auktion den Besitzer, wie die Kronen Zeitung berichtet. Wie das Auktionshaus Millon mitteilte, kamen inklusive Gebühren insgesamt 953.531 Euro zusammen. Damit lag das Ergebnis überraschend nah an der Millionengrenze. Kein einziges Objekt blieb liegen: Sämtliche angebotenen Stücke fanden einen Käufer. Die Einnahmen sollen der Tierschutzstiftung der Schauspielerin sowie ihrem einzigen Sohn Nicolas-Jacques Charrier zugutekommen. Bereits im Vorfeld hatte sich ein großes Interesse an ihrem Nachlass abgezeichnet. Während der sechstägigen Ausstellung vor der Versteigerung schauten sich rund 15.000 Menschen die persönlichen Gegenstände der Französin an.

Unter den Hammer kamen Objekte aus Bardots Häusern La Madrague und La Garrigue in Saint-Tropez sowie aus ihrer Pariser Wohnung. Angeboten wurden unter anderem Porträts, Plüschtiere, Ballettschuhe der Marke Repetto und zahlreiche kleinere Alltagsgegenstände. Auch die mechanische Olivetti-Schreibmaschine, auf der die Schauspielerin den zweiten Band ihrer Memoiren tippte, gehörte zum Angebot. Die Schätzpreise bewegten sich zwischen 20 und 10.000 Euro, die meisten Stücke waren jedoch mit weniger als 100 Euro angesetzt. Für Kritik hatte die Auktion allerdings schon vorab gesorgt: Brigittes Witwer Bernard d'Ormale sprach gegenüber AFP von einem "Skandal" und stellte klar: "Brigitte wäre damit nie einverstanden gewesen." Ihm wäre es lieber gewesen, die Gegenstände wären nach ihrem Tod in ihrem Haus in Saint-Tropez geblieben, um das Anwesen später für Besucher zugänglich zu machen. Die Fondation Brigitte Bardot entgegnete jedoch, dass die Entscheidung zur Versteigerung bereits getroffen worden sei, als Bernard noch den Vorsitz der Stiftung innehatte. Inzwischen wurde er abgelöst und hat nach eigenen Angaben keinen freien Zugang mehr zu dem gemeinsam bewohnten Haus.

Brigitte und Bernard hatten sich in Norwegen im Rahmen einer religiösen Zeremonie das Jawort gegeben. In Frankreich war die Ehe allerdings nie offiziell registriert worden. Neben ihrem Witwer hinterließ die Schauspielerin ihren Sohn Nicolas-Jacques Charrier. Ihr persönliches Vermögen war von Oe24 auf rund 65 Millionen US-Dollar geschätzt worden, umgerechnet etwa 55 Millionen Euro. Dazu gehörte auch Le Castelet in Cannes, das ihr viele Jahre lang als Rückzugsort diente. Brigitte erlangte internationale Bekanntheit durch den Film "Und immer lockt das Weib". Mitte der 1970er-Jahre beendete sie ihre Filmkarriere und widmete sich fortan vermehrt dem Tierschutz. 1986 rief sie die Fondation Brigitte Bardot ins Leben – jene Stiftung, der nun ein Teil des Auktionserlöses zufließt.

Brigitte Bardot im September 2007
Getty Images
Brigitte Bardot im September 2007
Brigitte Bardot mit ihrem Mann Bernard D'Ormale in Saint-Tropez
Imago
Brigitte Bardot mit ihrem Mann Bernard D'Ormale in Saint-Tropez
Brigitte Bardot im Londoner Hotel, September 1966
Getty Images
Brigitte Bardot im Londoner Hotel, September 1966
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