Nach Hayden Panettieres Tod: Lena Dunham warnt vor Hollywood
Nach dem Tod von Hayden Panettiere (†36) richtet Lena Dunham (40) eine eindringliche Warnung an die Filmbranche. Ihre Schauspielkollegin starb am 16. August während einer Reise nach South Carolina. Eine Aufnahme des Notrufs soll auf einen Herzstillstand und eine mögliche Überdosis hindeuten. Eine offizielle Todesursache ist bislang jedoch nicht bestätigt. Vor diesem Hintergrund machte Lena in ihrer Instagram-Story auf die Schattenseiten der Unterhaltungsindustrie aufmerksam, wie OK! berichtet. "Hollywood kann ein magischer und kreativer Ort sein. Es kann hier aber auch brutal und unreguliert sein. Hayden Panettieres Tod wäre unter allen Umständen tragisch, unabhängig davon, in welcher Branche sie aufgewachsen ist", schrieb die Girls-Schöpferin. Damit lenkte sie den Blick vor allem auf die Bedingungen, unter denen Hayden bereits als Kind gearbeitet hatte. Für Lena steht die Tragödie zugleich in einem größeren Zusammenhang mit den Belastungen, denen junge Darsteller in Hollywood ausgesetzt sein können.
Haydens öffentlich bekannte Kämpfe mit Sucht und Depressionen betrachtet Lena nicht als isolierten Fall. Vielmehr fordert die Schauspielerin dazu auf, strukturelle Probleme in Hollywood ernst zu nehmen: "Wenn man ihn im Zusammenhang mit ihren kürzlich erschienenen Memoiren und einer Reihe vorzeitiger Todesfälle von Schauspielerinnen betrachtet, die schon in jungen Jahren mit der Branche in Berührung kamen, ist das ein Beleg, der nicht ignoriert werden sollte", appellierte sie. Persönlich seien sich die beiden Frauen nie begegnet. Dennoch habe Lena die Arbeit und Offenheit ihrer Kollegin sehr geschätzt. "Ich kannte Hayden nicht, aber ich fand ihre Darstellungen immer überraschend und ihre Ehrlichkeit mutig. Und ich hoffte so sehr, dass sie eine erwachsene Version des Lebens finden würde, in der sie sich sicher niederlassen könnte", erklärte die Autorin. Ihren emotionalen Beitrag beendete sie mit den Worten: "Möge sie ewige, liebevolle Ruhe finden und möge diese Ruhe sie finden."
Hayden Panettiere stand schon als Kleinkind vor der Kamera und feierte später mit Serien wie "Heroes" und "Nashville" internationale Erfolge. Hinter ihrer Karriere lagen jedoch eine langjährige Alkohol- und Opioidabhängigkeit, psychische Belastungen und schwere familiäre Schicksalsschläge. In ihren im Mai veröffentlichten Memoiren "This Is Me: A Reckoning" setzte sich die Schauspielerin offen mit ihrem frühen Ruhm, Alkoholismus, Mutterschaft und einer missbräuchlichen Beziehung auseinander. Ihre Arbeit als Kinderdarstellerin hatte bereits im Alter von elf Monaten begonnen. Wie stark sie damals auf Gehorsam getrimmt worden sei, beschrieb Hayden gegenüber The Hollywood Reporter mit drastischen Worten: "Ich wurde abgerichtet. Ich war wie eine kleine Soldatin, und das bin ich immer gewesen. Nein zu sagen, war nie eine Option." Statt eigene Entscheidungen treffen zu können, habe sie feste Anweisungen erhalten. "Es hieß einfach: Hier sind deine Szenen, hier ist dein Text, lerne ihn auswendig, triff deine Markierungen, tu, was dein Regisseur dir sagt. Ich befolgte meine Marschbefehle", erinnerte sie sich.








