

Für diese Rolle ging Liv Lisa Fries an ihre Grenzen
Liv Lisa Fries (35) gibt für ihre Rollen alles: Für das Drama "Und morgen Mittag bin ich tot" aus dem Jahr 2013 ging sie an ihre Grenzen. Laut teleschau nahm die gebürtige Berlinerin zehn Kilogramm ab, um eine Frau zu spielen, die an Mukoviszidose leidet. Damit nicht genug: Um die Auswirkungen der Stoffwechselkrankheit auf die Atmung nachzuempfinden, lief die damals noch junge Schauspielerin sogar Treppenhäuser hinauf und atmete dabei ausschließlich durch einen Strohhalm. So wollte der "Babylon Berlin"-Star am eigenen Leib nachvollziehen, wie stark die Erkrankung die Lunge und somit die Atmung der Betroffenen beeinträchtigt. Auch bei anderen fordernden Figuren betrieb sie einen enormen Aufwand. Bevor sie 2021 in "Hinterland" eine Gerichtsmedizinerin verkörperte, ging sie für ihre Recherche an die Berliner Charité und schaute dort sogar bei Obduktionen zu.
Die Eindrücke aus der Klinik ließen Liv nicht kalt, wie sie der Berliner Zeitung schilderte: "Das war ein heftiges Erlebnis. Mir war gar nicht klar, dass um 7.30 Uhr in dieser Stadt parallel fünf Leichen aufgeschnitten werden." Ihre Vorbereitung auf "Und morgen Mittag bin ich tot", die dem Bericht zufolge an Method Acting grenzte, machte sich am Ende auch beruflich bezahlt: Für ihre Darstellung wurde die Schauspielerin mit drei Filmpreisen ausgezeichnet. Liv nimmt jedoch nicht jedes Projekt an. Bei der Entscheidung für oder gegen ein Drehbuch lässt sie sich laut eigener Aussage vor allem von ihrem Bauchgefühl leiten. "Wenn sich das nicht echt anfühlt, will ich's lieber lassen", erklärte sie im Interview. Wenn eine Figur sie dagegen berührt und inspiriert, geht sie die Aufgabe konsequent an – von einem Dreh zum nächsten hetzt sie nach eigener Aussage aber nicht.
Einem breiten Publikum wurde Liv als Charlotte Ritter in "Babylon Berlin" bekannt. Die fünfte und finale Staffel läuft am 19. und 25. September jeweils mit vier Folgen ab 20.15 Uhr im Ersten sowie in der ARD Mediathek und auf Joyn. Ihre Leidenschaft für die Schauspielerei entdeckte sie schon als Kind – ein Vorbild war Natalie Portman (45), die mit 13 Jahren in "Léon - Der Profi" zu sehen war. Nachdem ihre Szenen in "Elementarteilchen" herausgeschnitten worden waren, übernahm Liv 2007 in "Schimanski – Tod in der Siedlung" die Rolle einer Jugendlichen aus schwierigen familiären Verhältnissen. Über ihr Privatleben gibt sie der Öffentlichkeit hingegen konsequent keine Einblicke. Pankow nennt sie ihren Kiez, seit 2020 lebt sie zusätzlich zurückgezogen in einem Dorf in Brandenburg und pendelt zwischen Stadt und Land. Wird ihr eine Situation zu viel, meldet sich ihr Körper mit Bauchschmerzen – dann versucht sie laut Joyn, schnell etwas zu ändern.






















