Deshalb wurde das Ende von "The Love Hypothesis" geändert
Achtung, Spoiler: Das Finale von "The Love Hypothesis" weicht an einer wichtigen Stelle von der Romanvorlage ab. Der Film handelt von der Stanford-Doktorandin Olive Smith, gespielt von Lili Reinhart (30), die aus einer Kurzschlussreaktion heraus den strengen Professor Dr. Adam Carlsen, gespielt von Tom Bateman (37), küsst. Auslöser ist ihre beste Freundin Anh, verkörpert von Rachel Marsh, die mit dem gemeinsamen Freund und Crush Jeremy, gespielt von Nicholas Duvernay, nur auf ein Date geht, wenn Olive in einer glücklichen Beziehung ist. Daraus entsteht ein pragmatischer Fake-Dating-Pakt: Adam sichert sich so seine Forschungsgelder, während Olive das erhoffte Alibi erhält. Regisseurin Claire Scanlon erklärt gegenüber Swooon, dass sie vor allem die Freundschaft zwischen Olive und Anh stärken wollte. In der Romcom weiß nämlich Anh von Beginn an, dass Olive und Adam ihre Beziehung lediglich vorspielen, anders als im Roman.
Im Buch ist es hingegen Malcolm, ein gemeinsamer Freund der beiden, der das Fake-Dating durchschaut. Laut Claire sollte die Adaption dadurch stärker aus weiblicher Perspektive erzählt werden. Am Ende lässt Anh die beiden nämlich wissen, dass ihre Täuschung niemals funktioniert hat. "Kommt schon, Leute! Ich bin Wissenschaftlerin. Es ist buchstäblich mein Job, zu beobachten", macht sie im Film deutlich. Trotzdem hielt sie ihr Wissen zurück. Anh fand Olive und Adam trotz ihres unbeholfenen Schauspiels süß und hoffte darauf, dass sich daraus echte Gefühle entwickeln würden - was letztlich auch passiert. Obwohl die Liebesgeschichte weiterhin die Haupthandlung bestimmt, betrachtet Claire die Freundschaft von Olive und Anh als essenziellen Kern des Films. Gleichzeitig betont die Regisseurin, dass eine Verfilmung unmöglich sämtliche Bestandteile eines Romans abbilden könne. Drehbuchautorin Sarah Rothschild habe jedoch beliebte Schlüsselmomente wie den Kuss, die Sonnencremeszene und die Einhornsocken beibehalten.
Die Verbindung der beiden Freundinnen rückt so deutlicher in den Mittelpunkt, ohne dass die Romanze zwischen Olive und Adam ihre zentrale Stellung in der Handlung verliert. Autorin Ali Hazelwood war laut Claire kaum an Drehbuch und Besetzung beteiligt, las aber das Skript und vertraute Produzentin Elizabeth Cantillon und dem Team. Und während Lili in Romcoms mittlerweile geübt ist, war es für ihren Co-Star Tom ein deutlicher Genrewechsel. Zuvor war der Schauspieler vor allem in Psychodramen, Thrillern und Krimis als düstere oder mysteriöse Figur zu sehen. Neben der neuen Herausforderung überzeugten ihn auch Claires Vision und Leidenschaft für das Projekt. Privat sei Tom nach Angaben der Regisseurin überraschend lustig und damit das komplette Gegenteil des distanzierten Adam.























