Martina Voss-Tecklenburg bekam Angebot aus Männerfußball

Martina Voss-Tecklenburg bekam Angebot aus Männerfußball

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Martina Voss-Tecklenburg (58) kehrt auf die Trainerbank zurück – und hätte das beinahe im Männerfußball getan. Bei ihrer Pressekonferenz beim FC Zürich verriet die Trainerin, dass sich vor ihrem Wechsel in die Schweiz ein "ambitionierter Regionalligist aus Deutschland" bei ihr gemeldet hatte, wie Blick.ch berichtet. Zu einer Zusammenarbeit kam es jedoch nicht: Die 58-Jährige hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits für die Frauen des Schweizer Klubs entschieden und ihren Vertrag unterschrieben. Am Donnerstag wurde Martina im Home of FCZ offiziell als neue Cheftrainerin präsentiert. Wie groß das Interesse an ihrer Verpflichtung ist, zeigte sich schon am Andrang: Der Presseraum war bis auf den letzten Platz gefüllt. Für die ehemalige Fußballerin ist das Engagement in Zürich der erste Trainerjob seit rund drei Jahren. Ihren Vertrag als Bundestrainerin hatte sie 2023 nach einem unrühmlichen Ende ihrer Amtszeit aufgelöst.

An Möglichkeiten mangelte es Martina in der Zwischenzeit offenbar nicht. Nach eigener Aussage erreichten sie in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Anfragen – neben Trainerposten wurden ihr auch Stellen als Sportdirektorin und andere Funktionen im Fußball angeboten. Für die 58-Jährige war allerdings entscheidend, wieder direkt mit einem Team zu arbeiten. "Aber ich sehe meine Kernkompetenz immer noch auf dem Platz und fühle mich bereit für diese Aufgabe", betonte sie auf der Pressekonferenz des FC Zürich. Kurz vor der EM 2025 habe ihr zudem ein interessantes Angebot als Nationaltrainerin aus dem nahen europäischen Ausland vorgelegen – eine Anfrage des Schweizerischen Fußballverbands war nicht dabei. Sie lehnte ab, weil die Aufgabe nicht vollständig zu ihr gepasst habe. Beim Zürcher Derby am Freitagabend sitzt sie übrigens noch nicht auf der Bank – ihre Arbeit beim Tabellenzweiten der Women's Super League startet erst nach der Länderspielpause. Mit dem FC Zürich will sie Titel gewinnen, Talente fördern und Spielerinnen an die Nationalmannschaft heranführen. Zudem möchte sie die Nachwuchsarbeit und die Entwicklung des gesamten Vereins begleiten.

Für die Schweiz sprachen aber auch ganz private Gründe: Zürich liegt vergleichsweise nah an Düsseldorf und damit an ihrer Familie. Jobs in Mexiko, China oder Afrika hätten spontane Besuche zu Hause deutlich erschwert. Hinzu kommt eine emotionale Verbindung zum Land: Während ihrer früheren Zeit als Schweizer Nationaltrainerin fand sie dort Freunde und schloss die Schweiz nach eigenen Worten dauerhaft ins Herz. Anschließend übernahm sie die deutsche Auswahl und führte das Team 2022 bis ins Finale der Europameisterschaft. Bei der Weltmeisterschaft 2023 folgte jedoch das Aus in der Gruppenphase. Danach fehlte Martina zunächst krankheitsbedingt, ehe der Deutsche Fußball-Bund und die Trainerin ihren Vertrag im selben Jahr auflösten. Einen weiteren Posten an der Seitenlinie nahm sie bis zu ihrer jetzigen Rückkehr in die Schweiz nicht an. Nun setzt sie ihre Trainerkarriere in einem vertrauten Umfeld fort.

Martina Voss-Tecklenburg, ehemalige Fußballerin
Getty Images
Martina Voss-Tecklenburg, ehemalige Fußballerin
Martina Voss-Tecklenburg, Bundestrainerin
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Martina Voss-Tecklenburg, Bundestrainerin
Martina Voss-Tecklenburg im August 2023
Getty Images
Martina Voss-Tecklenburg im August 2023
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