Felicity Jones muss bei Rollen auch aufs Geld achten
Zwischen Kunst und Konto muss Felicity Jones (42) bei der Rollenwahl immer wieder abwägen. Die zweifach für den Oscar nominierte Schauspielerin sprach mit The Mirror offen darüber, dass für sie neben dem künstlerischen Anspruch auch ganz praktische Fragen zählen. "Es geht um Kreativität, aber ich muss auch meine Rechnungen bezahlen, also geht es ebenso um praktische Dinge – und ich versuche ständig, beides miteinander zu vereinbaren", erklärte sie dem Blatt. Ein gut bezahltes Engagement allein reicht der Britin allerdings nicht. Ein Drehbuch müsse sie emotional erreichen und beim Lesen bei ihr regelrecht "Klick" machen, damit sie sich für ein Projekt entscheide. Erst wenn beides zusammenpasst, sagt Felicity zu.
Wie Felicity am Ende entscheidet, hängt ihr zufolge von zwei Dingen ab: ihrem Instinkt und den Umständen. "Es ist eine Bauchsache, aber wie bei allem anderen spielen auch praktische Überlegungen eine Rolle", erklärte sie. "Man muss unter den gegebenen Umständen die bestmöglichen Entscheidungen treffen. Aber ich merke, wenn mich etwas, das ich gelesen habe, wirklich fesselt." Eine ihrer prägendsten Rollen war ihre Rolle als Jane Hawking in "Die Entdeckung der Unendlichkeit" an der Seite von Eddie Redmayne (44). Für ihre Darstellung erhielt sie ihre erste Oscarnominierung. Später folgten unter anderem "The Midnight Sky" und "Dead Shot", bevor sie für "Der Brutalist" erneut für einen Oscar nominiert wurde. Als Nächstes wartet eine historische Figur auf sie: Felicity soll die berühmte Krimiautorin Agatha Christie in "Eleven Missing Days" spielen.
Schauspielerin wollte Felicity schon früh werden. Ab 1998 spielte sie in der Kinderserie "Eine lausige Hexe" die Schülerin Ethel Hallow, stieg nach einer Staffel jedoch wieder aus. An ihre Anfänge erinnert sie sich bis heute gerne, wie sie im Podcast "Cackles' After Dark" erzählte: "Ich habe es geliebt. Ich habe es geliebt, daran mitzuwirken. Die Dreharbeiten haben mir wirklich viel Spaß gemacht, ich habe tolle Freundschaften geschlossen und denke sehr liebevoll daran zurück." Die Bücher und Hörkassetten zur Vorlage habe sie schon damals gekannt. Durch die Serie habe sie außerdem erkannt, wie sehr sie die Schauspielerei liebe. Heute gehe sie ihren Beruf gelassener an als zu Beginn ihrer Karriere, als sie vieles noch zergrübelt habe – eine gründliche Vorbereitung gehört für sie jedoch immer dazu. Besonders reizt sie inzwischen die psychologische Recherche für ihre Figuren und die Möglichkeit, Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten darzustellen.



























