Carrie Grant durch Suizidgefahr von Kind für immer verändert
Carrie Grant durch Suizidgefahr von Kind für immer verändertImagoZur Bildergalerie

Carrie Grant durch Suizidgefahr von Kind für immer verändert

- Mary-Lou Künzel
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugenPromiflash.de bei Google bevorzugen

Carrie Grant (61) blickt auf die wohl dunkelste Phase ihres Familienlebens zurück. In Holly Willoughbys (45) YouTube-Show "Together" erzählte die Sängerin, dass ihr heute 24-jähriges, nichtbinäres Kind Tylan zwischen dem 13. und 16. Lebensjahr drei Jahre lang unter Suizidbeobachtung stand. Bei Tylan wurden Asperger und Dyskalkulie diagnostiziert – in der Schule habe sich das Kind nicht verstanden gefühlt und schließlich massiv selbst verletzt. Nach einem Klinikaufenthalt habe Tylan nicht mehr leben wollen. Die ständige Sorge um das Leben ihres Kindes habe bei Carrie tiefe Spuren hinterlassen, wie sie in dem Gespräch deutlich machte: "Als Elternteil wird man, glaube ich, verändert. Ich glaube nicht, dass ich jemals wieder derselbe Mensch sein werde wie vor dieser Erfahrung. Ich glaube, ich bin für immer verändert. Einiges davon ist zum Besseren. Einiges wahrscheinlich nicht, aber ich glaube, jeder Tag wird zu diesem zermürbenden Wunsch, das eigene Kind lebend zu sehen." Über die Jahre in Alarmbereitschaft spricht sie heute offen – auch, um anderen Familien in ähnlichen Situationen eine Stimme zu geben.

Besonders eindringlich schilderte Carrie die Nächte in dieser Zeit. Habe sie die Schlafzimmertür geöffnet, sei ihr erster Blick zur Decke gegangen, danach zur Bettdecke, um zu prüfen, ob sie sich durch Tylans Atmung hebt. "Sie hebt und senkt sich. Sie hebt und senkt sich. Ja. Ja. Ja. Wir haben sie durch eine Nacht gebracht", habe sie sich damals jedes Mal erneut gefreut. Eltern in Autismusfamilien könnten durch solche Erlebnisse eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung entwickeln: "Wenn man in dem Zustand ständiger Wachsamkeit lebt, entwickeln viele Eltern in Autismusfamilien eine komplexe PTBS aufgrund dieser Situationen." "Jetzt ist es eine Freude zu sehen, wie dieses Kind aufblüht. Aber diese drei Jahre … Drei Jahre sind eine lange Zeit, wenn man in ständiger Angst lebt", fügt Carrie hinzu.

Verantwortlich macht die Britin auch fehlende Hilfsangebote und die Schule: Trotz wiederholter Bitten um einen Bildungs-, Gesundheits- und Betreuungsplan habe die Familie kein Gehör gefunden: "Wir zogen dieses wunderschöne Kind groß, und die Dinge wurden immer schlimmer, bis Tylan auf die weiterführende Schule kam und niemand zuhörte." In einer versehentlich an sie gesendeten E-Mail habe die Schulleitung sogar empfohlen, ihre Nachrichten nicht zu beantworten und abzuwarten, bis das "Feuerwerk" losgehe. Sie schickte ihr Kind zur Schule, doch das funktionierte nicht. "Mein Kind verletzte sich also massiv selbst und landete im Krankenhaus, weil es nicht mehr leben wollte", offenbarte sie.

Carrie Grant bei den Nordoff and Robbins O2 Silver Clef Awards im Grosvenor House, London
Imago
Carrie Grant bei den Nordoff and Robbins O2 Silver Clef Awards im Grosvenor House, London
Carrie Grant mit ihrem Kind Tylan Grant im Jahr 2019
Getty Images
Carrie Grant mit ihrem Kind Tylan Grant im Jahr 2019
Carrie Grant bei den British Soap Awards 2023 in Manchester
Getty Images
Carrie Grant bei den British Soap Awards 2023 in Manchester
In diesem Artikel