Cristiano Ronaldo drohen bis zu sechs Monate Spielsperre
Nach seiner vorzeitigen Abreise von der portugiesischen Nationalelf droht Cristiano Ronaldo (41) heftiger Ärger. Dem Torjäger drohen bis zu sechs Monate Sperre sowie eine saftige Geldstrafe, wie Bild berichtet. Der Superstar von Al-Nassr hatte in der vergangenen Woche nach einem Krach mit Nationalcoach Jorge Jesus Knall auf Fall das Teamlager verlassen. Am späten Dienstagabend brach der Stürmer schließlich sein Schweigen: In einem ausführlichen Statement bezog er erstmals Stellung zum Zoff, entschuldigte sich bei der Mannschaft, schoss gleichzeitig aber scharf gegen den Trainer. Ein Ende seiner Karriere im Nationaltrikot kommt für ihn offenbar nicht infrage: Ronaldo kündigte an, Portugal wieder zur Verfügung zu stehen, sobald er körperlich fit ist, für seinen Verein spielt und eine mögliche Sperre abgesessen hat. Gewinnen wolle er mit der Seleção ohnehin weiterhin.
Wie drakonisch die Sanktionen tatsächlich sein könnten, zeigt ein Blick in die Disziplinarordnung des portugiesischen Fußballverbands FPF, aus der das Sportblatt A Bola zitiert. Wer einer Nominierung ohne triftigen Grund fernbleibt, dem droht demnach eine Zwangspause von einem bis zu sechs Monaten. Obendrauf können die Profis auch finanziell spürbar zur Rechenschaft gezogen werden. "Ein Spieler, der ordnungsgemäß einberufen wurde und ohne Begründung das Training, ein Spiel oder eine Aktivität der Nationalmannschaften versäumt oder nicht erscheint, wird mit einer Sperre von einem bis sechs Monaten und zusätzlich, falls es sich um einen Profispieler handelt, mit einer Geldstrafe zwischen 500 und 1.000 Euro bestraft", heißt es in dem Regelwerk. Ob und wann tatsächlich eine Sanktion gegen Ronaldo ausgesprochen wird, ist bislang offen. Damit ist auch unklar, ob der Angreifer in der Nations League gegen Dänemark am 14. November und gegen Wales am 17. November auflaufen darf.
Grund für den Riesenkrach war offenbar Ronaldos Bankplatz beim 2:1-Sieg gegen Norwegen. Nach Aussage des Superstars hatte Jorge Jesus ihm eigentlich einen halbstündigen Einsatz versprochen, ihn dann aber das gesamte Spiel über schmoren lassen. Der Torjäger, der sein wahrscheinlich letztes Jahr als Spieler angekündigt hatte, warf dem Coach deshalb ganz offen Wortbruch vor. Seine Treue und Liebe zum Nationalteam betonte er trotz des heftigen Zoffs dennoch ausdrücklich. Wie er sich seine Zukunft in der Seleção vorstellt, schilderte Ronaldo in seinem Statement so: "Wenn ich also körperlich fit bin, für meinen Verein spiele – hoffentlich mit Toren –, nachdem ich die mir möglicherweise auferlegte Sperre abgesessen habe, werde ich, wie ich es bis heute immer getan habe, bereit sein, für unsere Nationalmannschaft anzutreten und zu gewinnen." Und weiter: "Glaubt mir, das ist die reine Wahrheit."
























