Juan Carlos lässt Millionenklage gegen Ex-Geliebte fallen
Juan Carlos lässt Millionenklage gegen Ex-Geliebte fallenCollage: Getty Images, Getty ImagesZur Bildergalerie

Juan Carlos lässt Millionenklage gegen Ex-Geliebte fallen

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 2 min
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Mit diesem plötzlichen Rückzieher hatte wohl kaum jemand gerechnet: Spaniens ehemaliger König Juan Carlos (88) zieht seine Millionenklage gegen seine frühere Geliebte Prinzessin Corinna zu Sayn-Wittgenstein-Sayn überraschend zurück. Der seit 2020 in Abu Dhabi lebende Ex-Monarch verzichtet damit laut BT sowohl auf eine öffentlich geforderte Entschuldigung als auch auf die astronomische Summe von rund einer halben Milliarde dänischen Kronen, was etwa 67 Millionen Euro entspricht. Auch gegen den Schweizer Anwalt Dante Canonica, der in das finanzielle Verwirrspiel zwischen dem einstigen Paar verstrickt sein soll, will der frühere Herrscher nun kein Verfahren mehr führen. Anonyme Informanten berichten, der Altkönig habe sich letztlich dazu durchgerungen, juristischem Rat zu folgen und die Klage beizulegen. Der verbissene Streit um die gewaltige Geldsumme wird damit vorerst nicht vor Gericht ausgetragen.

Lange Zeit hatte alles auf einen bitteren Showdown hingedeutet, da Juan Carlos seine Verflossene wegen Verleumdung und Betrugs verklagt hatte. Im Kern der königlichen Schlammschlacht stehen zwei völlig unvereinbare Versionen über den Verbleib der Millionen: Der Ex-Monarch beharrt darauf, Corinna habe das Geld lediglich als Strohfrau verwahren sollen und mithilfe des Schweizer Advokaten beiseitegeschafft. Die Blondine hingegen deklarierte die gigantische Summe kurzerhand als Geschenk. Bereits zuvor war ein umgekehrter Rechtsstreit im Sande verlaufen, bei dem Corinna dem Altkönig jahrelanges Stalking sowie Belästigung vorwarf und über eine Milliarde dänische Kronen, also rund 134 Millionen Euro, Schadenersatz forderte. Das Londoner Gericht wies die Klage der in Frankfurt am Main geborenen Unternehmerin jedoch vor allem aus Zuständigkeitsgründen ab.

Die Liaison zwischen dem Ex-Monarchen und der Geschäftsfrau, die 2004 begann und fünf Jahre andauerte, geriet für die königliche Portokasse zur argen Belastungsprobe. Von einigen funkelnden Souvenirs dieser verflossenen Liebe trennte sich Corinna erst kürzlich: Beim Londoner Auktionshaus Bonhams ließ sie sieben exklusive Luxusschmuckstücke unter den Hammer bringen. Fünf der Pretiosen stammten direkt aus den Händen des Königs, zwei weitere vom verstorbenen Sultan von Oman. Die Auktion spülte am Ende mehr als 850.000 Euro in die Kasse der Prinzessin. Obwohl der Name der Verkäuferin offiziell geheim blieb, ordneten Experten die Geschmeide Corinna zu, die sich mit ihnen früher nur zu gern in der Öffentlichkeit schmückte.

Collage: Juan Carlos und Corinna zu Sayn-Wittgenstein
Collage: Getty Images, Getty Images
Collage: Juan Carlos und Corinna zu Sayn-Wittgenstein
Prinzessin Corinna zu Sayn-Wittgenstein
Mikhail Metzel / TASS
Prinzessin Corinna zu Sayn-Wittgenstein
Don Juan Carlos verlässt nach dem Mittagessen mit Freunden das Restaurant d’Berto in Pontevedra, Galicia
Imago
Don Juan Carlos verlässt nach dem Mittagessen mit Freunden das Restaurant d’Berto in Pontevedra, Galicia
Wie findet ihr es, dass Juan Carlos die Millionenklage gegen Corinna nun fallen lässt?