Vor Ruhm: Nico Santos wollte Traum vom Musiker aufgeben
Heute füllt Nico Santos (33) mit seinen Hits die Charts – doch es gab eine Zeit, in der der Sänger kurz davor war, seinen Traum von der Musik komplett zu begraben. Im Podcast "Eine Frage – mit Melissa Khalaj" erinnerte sich der Musiker jetzt an eine Castingshowbewerbung, die für ihn mit einer bitteren Enttäuschung endete. Er schaffte es damals nicht einmal unter die besten 300 Teilnehmer. Nach dieser Absage und mehreren weiteren Rückschlägen stellte er seinen gesamten Weg infrage. Die Angst, von der Musik allein nicht leben zu können, war groß, weshalb Nico sich Gedanken über eine berufliche Alternative machte. Dass er diesen Plan letztlich nicht umsetzen musste, verdankt er vor allem seinem Vater. Anstatt ihm zu einem vermeintlich sicheren Beruf zu raten, glaubte dieser fest an das musikalische Talent seines Sohnes und ermutigte ihn, seinen eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen.
Auslöser für den Rückblick war eine unerwartete Nachricht von Nicos Vater: Etwa eineinhalb Wochen vor der Podcastaufnahme hatte er seinem Sohn ohne weitere Erklärung eine PDF-Datei geschickt. Darin befand sich ein alter Facebook-Chat aus jener Zeit. "Papa, ich hab's nicht in die Show geschafft, tut mir leid wegen des Geldes vom Flug, sorry. Ich werde jetzt schauen, was ich mache, mich nicht mehr nur auf Musik konzentrieren und einen Plan B suchen", hatte der Sänger damals geschrieben. Die Antwort seines Vaters fiel deutlich aus: "Das ist alles Quatsch: Du hast Dinge erwartet, die so nicht funktionieren. Du musst nicht Plan B suchen, du hast doch Plan A schon längst." Wie sehr ihn das Scheitern damals mitnahm, machte Nico im Gespräch mit Melissa ebenfalls klar: "Zu deiner Frage: Das ist ja völlig egal heute, ob ich da war, aber damals war es das Ende der Welt für mich."
Nico wuchs auf Mallorca auf, bevor er 2014 nach Köln zog, um seine Musikkarriere voranzutreiben. Doch der Neuanfang verlief alles andere als reibungslos: Trotz eines Nebenjobs als Kellner wurde das Geld zunehmend knapp. Parallel dazu begann er eine Ausbildung zum Tontechniker und zweifelte immer häufiger daran, ob er mit der Musik tatsächlich seinen Lebensunterhalt verdienen könnte. Gerade in dieser unsicheren Phase erwies sich der Rückhalt seines Vaters als entscheidend: Während der Sänger bereits über Alternativen nachdachte, glaubte sein Vater weiterhin fest an den "Plan A". Inzwischen zählt Nico zu den erfolgreichsten deutschen Popmusikern – und sitzt bei "The Voice of Germany" als Coach selbst in einer großen Castingshow. Die damalige Absage betrachtet er heute als bedeutungslos für das, was danach kam.


























