Diese Änderungen machen "Sinn und Sinnlichkeit" ganz neu
Jane Austens Klassiker "Sinn und Sinnlichkeit" aus dem Jahr 1811 kommt in einer neuen Kinofassung auf die Leinwand – jedoch mit einigen Veränderungen gegenüber der Romanvorlage. Regisseurin Georgia Oakley lässt ihre Figuren gleich in zwei neu erfundenen Tanzszenen aufeinandertreffen und fokussiert sich zudem noch mehr auf die Beziehung der Dashwood-Schwestern. Daisy Edgar-Jones (28) übernimmt hierbei die Rolle der rationalen Elinor, Esmé Creed-Miles spielt ihre emotionale Schwester Marianne. An ihrer Seite sind George MacKay (34) als Edward Ferrars und Frank Dillane (35) als John Willoughby zu sehen. Im Hinblick auf die Veränderungen wurde ein Picknick von Marianne und John durch einen Tanz ersetzt. Auch Elinor und Edward erhalten eine eigene Tanzszene – allerdings in einem anderen Ausmaß.
Warum diese Entscheidung so gut passt, erklärte Daisy gegenüber E! News: "Was ich daran liebe, dass es ein Tanz ist, ist, dass dadurch eine Art Gespräch zwischen der Romanze von Willoughby und Marianne und der Romanze von Edward und Elinor entsteht." Die Choreografie des jüngeren Paares lebt von Drehungen, Hebefiguren, Berührungen und kräftigem Stampfen – ein Bild für den Rausch der ersten großen Liebe. Der Tanz von Elinor und Edward gestaltet sich dabei ganz anders: Er findet statt, nachdem er seine Verlobung mit Lucy Steele offenbart hat, und gleicht eher einem Abschied. Doch das ist nicht die einzige Änderung, auch Johns Geschichte ist anders: Statt einer Affäre mit Colonel Brandons Mündel hat er im Film eine Beziehung zur Witwe von Brandons Bruder.
Für Frank war es wichtig, John nicht als eindimensionalen Herzensbrecher zu porträtieren, sondern als jungen Mann, der Marianne aufrichtig liebt und trotzdem schwerwiegende Fehler macht. Ob man ihm das glaubt, bleibt jedem Zuschauer selbst überlassen. Georgia habe die Dashwoods laut Daisy rau, erdverbunden und auf schöne Weise unperfekt zeigen wollen. Die beiden Frauen bleiben jedoch, wie im Buch, grundverschieden: Elinor begegnet ihren Gefühlen vernünftig und kontrolliert, Marianne lässt sich von ihren Emotionen leiten. Ihre unterschiedlichen Vorstellungen von Liebe belasten die enge Bindung, gleichzeitig lernen beide voneinander. Weltpremiere feierte der Film bereits am 23. September 2026, in Deutschland startete er am 15. Oktober in den Kinos.

























