Schockierende Fehldiagnose: Christina Applegate hat keine MS
Christina Applegate (54) hat eine überraschende Wendung in ihrer Krankengeschichte öffentlich gemacht: Die Schauspielerin leidet entgegen ihrer Diagnose aus dem Jahr 2021 offenbar gar nicht an Multipler Sklerose. In ihrem Podcast "MeSsy", den sie gemeinsam mit Jamie-Lynn Sigler (45) moderiert, erzählte sie nun von einem Gespräch während ihres rund viermonatigen Klinikaufenthalts. Eine Ärztin habe ihr dort erklärt: "Herzlichen Glückwunsch, Sie haben keine MS." Für ihr Umfeld war das ein Grund zur Freude, doch Christina empfand ganz anders. "Ich war überhaupt nicht glücklich. Alle anderen waren so glücklich", erinnerte sie sich. Denn ihre Schmerzen und die übrigen Symptome sind keineswegs verschwunden. "Das mag wie eine tolle Nachricht klingen, aber für mich bedeutet es, dass ich wieder ganz am Anfang stehe", erklärte sie. Was tatsächlich hinter ihren Beschwerden steckt, wissen die Ärzte bislang nicht. Nun soll erneut untersucht werden, was seit 2021 mit ihr passiert ist.
Wie sehr sie die Fehldiagnose belastet, machte Christina im Gespräch mit Jamie-Lynn deutlich. "Man bekommt nicht eine Fehldiagnose und plötzlich geht es einem besser", stellte sie klar. "Wenn überhaupt, ist es in mancher Hinsicht sogar schlimmer geworden." Noch immer sei sie bei Arztbesuchen auf einen Rollstuhl angewiesen. "Ich kann nicht vom Auto bis ins Behandlungszimmer laufen. Ich stecke immer noch mittendrin", schilderte sie ihren Alltag. Die neue Diagnose habe daran nichts geändert: "Es ist nichts Magisches passiert, als sie sagte: 'Sie haben keine MS.'" Besonders schwer fällt Christina die Ungewissheit. Schließlich hatte sie jahrelang zumindest eine Erklärung für ihren Zustand. "Ich hatte einen Grund, warum jeder einzelne Tag beschissen war. Und jetzt habe ich keinen Grund mehr. Das ist wirklich beunruhigend und sehr verwirrend für mich", gestand sie. Auch die vergangenen Jahre hätten tiefe Spuren hinterlassen. Sie sprach von einer schweren Depression und davon, durch ihre gesundheitlichen Probleme ihre Arbeit verloren zu haben. Hinzu kommen Schuldgefühle gegenüber anderen MS-Betroffenen. "Es ist seltsam, weil ich das Gefühl habe, alle enttäuscht zu haben", erklärte sie. Gemeinsam mit Jamie-Lynn sei sie schließlich zu einer Art Aushängeschild für Menschen mit MS geworden.
Hinter Christina liegt ohnehin ein schwieriges Jahr. Rund vier Monate verbrachte sie 2026 in einer Klinik, erst im August soll sie wieder nach Hause zurückgekehrt sein. Damals berichtete TMZ unter Berufung auf eine Quelle, dass es der Schauspielerin gut gehe. Im September zeigte sie sich dann erstmals wieder in einem kurzen Video ihren Fans. Wie belastend die vergangenen Monate tatsächlich waren, wird durch ihre jüngsten Aussagen jetzt noch deutlicher. Multiple Sklerose betrifft das zentrale Nervensystem und kann ganz unterschiedliche Beschwerden verursachen. Eine sichere Diagnose ist nicht immer einfach. Wie die Neurologin Dr. Marwa Kaisey im Podcast erklärte, hätten Untersuchungen gezeigt, dass fast jeder fünfte vermeintliche MS-Patient falsch diagnostiziert worden sei. Für Christina bleibt vorerst vor allem die Frage, was tatsächlich hinter ihren jahrelangen Beschwerden steckt.





















