Rebel Wilson siegt trotz Rufmord-Vorwurf vor Gericht

Rebel Wilson siegt trotz Rufmord-Vorwurf vor Gericht

- Louisa Riepe
Lesezeit: 2 min
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Rebel Wilson (46) hat ihren Rechtsstreit mit der Produktionsfirma AI Film vor dem Obersten Gerichtshof des australischen Bundesstaates New South Wales weitgehend für sich entschieden. Doch einen Haken gibt es dennoch. Die Richterin Elizabeth Peden kam in ihrer veröffentlichten Entscheidung zu dem Schluss, dass die Schauspielerin im Streit um ihr Regiedebüt "The Deb" die US-Krisen-PR-Agentur The Agency Group dafür bezahlt habe, nicht zurückverfolgbare Webseiten mit falschen und böswilligen Behauptungen über die Produzentin Amanda Ghost ins Netz zu stellen. Auf den anonymen Seiten wurde Amanda unter anderem als "indische Ghislaine Maxwell ... eine Zuhälterin, die jungen Frauen reiche Männer vermittelte" bezeichnet. Das Gericht sei überzeugt, dass Rebel damit gezielt negative Aufmerksamkeit auf die Produzentin lenken wollte und ihre eigene Beteiligung daran anschließend wiederholt wahrheitswidrig abgestritten habe. Dennoch sprach das Gericht ihr und ihrer Firma Camp Sugar Productions 359.000 australische Dollar an ausstehenden Honoraren zu.

In dem Urteil macht die Richterin deutlich: "Ich bin überzeugt, dass die auf den Webseiten veröffentlichten Aussagen von Böswilligkeit seitens Frau Wilson getragen waren." Und weiter: "Frau Wilson wollte negative Aufmerksamkeit auf Frau Ghost lenken und dies scheinbar anonym tun. Frau Wilson wollte, dass ihr Team negative Informationen über Frau Ghost beschafft und anschließend die anonymen Webseiten mit falschen Darstellungen über Frau Ghost veröffentlicht. Sie bestritt wiederholt ihre Beteiligung an diesen Webseiten entgegen der Wahrheit."

AI Film hatte der Komikerin vorgeworfen, die Veröffentlichung von "The Deb" sabotiert und dem Unternehmen finanziell sowie in Bezug auf seine Reputation geschadet zu haben. Für diesen Nachweis reichten die Feststellungen zu den Schmähseiten dem Gericht jedoch nicht aus. Wegen vertragswidriger Social-Media-Beiträge erhielt eine eigens für den Film gegründete Produktionsgesellschaft lediglich zehn australische Dollar symbolischen Schadensersatz. Über die Verfahrenskosten, die Rebel voraussichtlich zugesprochen werden, ist noch nicht entschieden. Die Australierin selbst meldete sich kurz nach dem Urteil mit einem Foto ihres Abschlusses in Rechtswissenschaften auf Instagram: "Zwei Klagen. Zwei Siege."

Rebel Wilson bei der Special Screening von "Girl Group" beim TIFF 2026 im Scotiabank Theatre in Toronto
Getty Images
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Rebel Wilson bei der Road To The Golden Globes Kick-Off Party beim Toronto International Film Festival 2026
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Rebel Wilson beim Serpentine Summer Party in London, 23. Juni 2026
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Hat Rebel Wilson nach dem Urteil Grund, ihren Rechtsstreit als Sieg zu feiern?