Doch kein Happy End: Wollte Camilla Charles nicht heiraten?

Doch kein Happy End: Wollte Camilla Charles nicht heiraten?

- Yasmin Keller
Lesezeit: 3 min
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Dass Königin Camilla (79) als Queen Consort heute neben König Charles III. (77), der Spitze der britischen Monarchie, steht, war lange alles andere als selbstverständlich. Zuletzt soll Camilla vor der Hochzeit 2005 sogar versucht haben, Charles von einer Eheschließung abzubringen – und das nicht, weil die Gefühle gefehlt hätten. Wie Biografin Ingrid Seward in ihrem Buch "My Mother and I" schreibt, fürchtete Camilla vielmehr um ihre persönliche Freiheit, ihre Privatsphäre und ihre Unabhängigkeit. Die Vorstellung, als Ehefrau des damaligen Thronfolgers feste royale Pflichten zu übernehmen, unzählige öffentliche Termine zu absolvieren und dauerhaft unter Beobachtung zu stehen, soll sie stark belastet haben. "Die Tragweite dessen, was es bedeuten würde, die Frau von Prinz Charles zu sein, ängstigte Camilla", heißt es in der Biografie. Trotz dieser Zweifel gaben sich Camilla und Charles am 9. April 2005 schließlich das Jawort. Damit erhielt ihre langjährige Verbindung, die zuvor von gesellschaftlichen Konflikten und heftiger Kritik begleitet worden war, auch offiziell Anerkennung.

Camillas Zweifel richteten sich den Schilderungen zufolge nicht gegen Charles selbst, sondern gegen das streng geregelte Leben innerhalb der Königsfamilie. Gegenüber Freunden soll sie die geplante Trauung zeitweise sogar als "farcehaft" abgetan haben. Sie ging offenbar davon aus, dass die Hochzeit ohnehin nie stattfinden würde, weil ihr Partner seine royalen Pflichten immer an die erste Stelle setzen würde. Erschwerend kam die Vergangenheit hinzu: Charles' erste Ehe mit Prinzessin Diana (†36) wurde 1996 geschieden. Im August 1997 starb Diana bei einem Autounfall in Paris. Camillas Rolle in dieser Beziehung sorgte über Jahre für massive öffentliche Kritik. Autorin Tina Brown beschreibt in ihrem Buch "The Palace Papers", dass Camilla noch kurz vor der Trauung die Vorzüge ihres inoffiziellen Lebens erkannt habe. Neben Auftritten und formellen Regeln soll ihr auch Charles' strikt durchgetakteter und auf Pünktlichkeit ausgerichteter Tagesablauf Sorgen bereitet haben. Der heutige König sei hingegen entschlossen gewesen, seiner Partnerin endlich Anerkennung innerhalb der Königsfamilie zu verschaffen.

Mit dem Jawort übernahm Camilla schließlich genau jene öffentliche Rolle, vor deren Anforderungen sie sich zuvor gefürchtet haben soll – heute steht sie als Königin an der Seite ihres Mannes. Dass ihr Privatleben eng mit dieser Funktion verknüpft ist, zeigt auch eine aktuelle Entwicklung innerhalb der Königsfamilie. Zuletzt wurde Camilla eine überraschende Annäherung an Andrew Mountbatten-Windsor (66) nachgesagt, obwohl das Verhältnis der beiden lange als angespannt galt. Eine anonyme Quelle vermutete gegenüber HeatWorld, dass die Königin damit verhindern wolle, dass Andrew private und für die Krone womöglich schädliche Details ausplaudert. Andrew steht wegen seiner früheren Verbindungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) und eines laufenden Polizeiverfahrens unter Druck. Offiziell bestätigt ist diese angebliche Strategie allerdings nicht. Die Spekulationen zeigen, wie eng Camillas Privat- und Familienleben laut den Berichten mit ihrer öffentlichen Funktion verknüpft sein könnte.

Prinz Charles und Camilla bei ihrer Hochzeit
Alastair Grant/AFP/Getty Images
Prinz Charles und Camilla bei ihrer Hochzeit
Prinz Charles und Lady Diana am Tag ihrer Hochzeit am 29. Juli 1981 in London
Imago
Prinz Charles und Lady Diana am Tag ihrer Hochzeit am 29. Juli 1981 in London
Prinz Andrew und Jeffrey Epstein
Getty Images, Getty Images
Prinz Andrew und Jeffrey Epstein
Wie findet ihr Camillas Weg von der umstrittenen Partnerin zur Königin an Charles' Seite?