Ali G kehrt zurück und Sacha Baron Cohen dreht auf

Ali G kehrt zurück und Sacha Baron Cohen dreht auf

- Margit Huber
Lesezeit: 3 min
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Sacha Baron Cohen (55) spricht ungewöhnlich offen über seine "masochistische Ader" – und darüber, warum er sich die Arbeit selbst so schwer macht. Gegenüber The Hollywood Reporter erklärt der britische Schauspieler und Comedian, dass er mit schnell produzierten, risikofreien Filmen ebenso viel Geld verdienen könnte. Die Netflix-Produktion "Ladies First" sei beispielsweise innerhalb von drei Monaten entstanden, von vielen Menschen gesehen worden und finanziell genauso lohnend wie ein jahrelanges Projekt – bei "absolut null Risiko". Trotzdem entscheidet sich der Comedian immer wieder für den anstrengenderen Weg. Für "Ali G: Who Iz I?" schlüpft er erneut in seine Kultrolle und nimmt dafür enorme Mühen auf sich. "Es muss eine masochistische Ader in mir geben, aber ich glaube nicht, dass es nur das ist", erklärte er dem Branchenblatt. Sein Antrieb seien auch die Fans, die ihm seit fast 30 Jahren die Treue halten und denen er etwas bieten wolle, das sie so noch nie gesehen haben.

Wie ungewohnt sich eine vergleichsweise komfortable Produktion für Sacha anfühlen kann, bemerkte er bereits 2006 bei der Komödie "Talladega Nights". Als der Comedian seinen eigenen Wohnwagen am Set betrat, fiel ihm vor allem das Bett darin auf. Einen persönlichen Rückzugsort dieser Art hatte er bei früheren Dreharbeiten nach eigenen Angaben noch nie gehabt. Seine überraschte Reaktion schildert er heute gegenüber The Hollywood Reporter mit den Worten: "Moment mal, das ist ein bezahlter Job, bei dem ich schlafen gehen kann?!" Die vergleichsweise "leichte" Arbeit habe er kaum fassen können, zugleich habe ihm der Dreh großen Spaß gemacht. Dass er sich dennoch immer wieder für die mühsameren Projekte entscheidet, kann sich der Schauspieler selbst nicht restlos erklären. Mit einem Augenzwinkern schob er hinterher: "Aber wie Sie wahrscheinlich aus diesem Interview schließen werden, bin ich nicht sehr selbstreflektiert."

Dass Sacha seine Kultfigur Ali G zurückbringt, war bereits vor rund 13 Wochen bekannt geworden. Damals berichtete Variety, dass der Schauspieler den neuen Film heimlich abgedreht habe. Konkrete Einzelheiten über den Inhalt oder den Umfang des Projekts waren zunächst jedoch nicht öffentlich. Der nun enthüllte Ansatz mit angeblich drei Rollen gibt erstmals einen konkreteren Eindruck davon, welche Dimension das Vorhaben hat. Über die Rahmenbedingungen für seine Satire sprach der Filmemacher zuletzt auch im Time Magazine. Dort erklärte er, dass sich die gesellschaftliche Stimmung seit seinen früheren Auftritten spürbar verändert habe. Vorurteile, die Menschen zur Entstehungszeit von Borat erst nach einigen Minuten oder nach ein paar Drinks preisgegeben hätten, seien seiner Ansicht nach mittlerweile im Mainstream angekommen.

Sacha Baron Cohen, Schauspieler
Getty Images
Sacha Baron Cohen, Schauspieler
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Sacha Baron Cohen, Schauspieler
Sacha Baron Cohen und Isla Fisher im April 2021
Getty Images
Sacha Baron Cohen und Isla Fisher im April 2021
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