Matthew Perrys Tod entfacht neue Suchtdebatte

Matthew Perrys Tod entfacht neue Suchtdebatte

- Margit Huber
Lesezeit: 2 min
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Fast drei Jahre nach dem Tod von Matthew Perry (†54) steht erneut die Frage im Raum, wer seine Sucht in den letzten Lebenstagen begünstigt haben könnte. Anlass ist eine dreiteilige Netflix-Dokumentation über den Friends-Star, die am 27. Oktober 2026 starten soll. Schon vor der Veröffentlichung diskutiert ein Panel in der YouTube-Sendung "The Lowdown", einer Zusammenarbeit von TMZ und New York Post, über die Rolle von Ärzten, Assistenten und weiteren Menschen aus Matthews direktem Umfeld. Die zentrale Frage lautet, ob ausgerechnet jene, die den suchtkranken Prominenten eigentlich hätten schützen sollen, durch ihr Handeln oder durch fehlendes Eingreifen Teil eines gefährlichen Systems geworden sind. Die Diskussion wirft damit auch die Frage auf, ob der tragische Tod des Friends-Darstellers am 28. Oktober 2023 für Hollywood zu einem Weckruf im Umgang mit Sucht, Abhängigkeit und dem Einfluss enger Vertrauter hätte werden müssen.

Die Debatte reicht jedoch über Matthews Schicksal hinaus. Auch die tödlich verlaufenen Suchtprobleme von Michael Jackson (†50) und Prince (†57) werden als Beispiele dafür genannt, wie Prominente von Medizinern, Mitarbeitern und Vertrauten umgeben sein können, deren eigentliche Aufgabe Fürsorge und Schutz wäre. Harvey Levin (76) vertritt in "The Lowdown" die Position, dass Hollywoods starke Fixierung auf Ruhm eine besondere Gefahr berge. Demnach könnten selbst medizinische Fachkräfte vom Status eines Stars beeindruckt sein und dadurch ihr professionelles Urteilsvermögen zurückstellen. Dem steht die Frage gegenüber, ob es sich überhaupt um ein spezifisches Hollywood-Phänomen handelt. Möglicherweise sei es schlicht die besonders öffentlich sichtbare Ausprägung einer Suchtkrise, von der Millionen Menschen in den USA betroffen sind. Konkrete neue Erkenntnisse aus der Netflix-Produktion werden in der Sendung bislang nicht genannt.

Matthew wurde durch seine Rolle als Chandler Bing in der Kultserie "Friends" weltberühmt und starb mit 54 Jahren. Seine langjährigen Kollegen Jennifer Aniston (57), Courteney Cox (62), Lisa Kudrow (63), Matt LeBlanc (59) und David Schwimmer (59) werden laut Page Six nicht in der neuen Netflix-Dokumentation auftreten. Alle fünf früheren Co-Stars sollen für das Projekt angefragt worden sein, sich jedoch gegen persönliche Wortmeldungen entschieden haben. Damit wird Matthews Geschichte ohne Beiträge des Ensembles erzählt, mit dem er über viele Jahre eng verbunden war. Besonders Jennifer soll nicht bereit sein, ihre Trauer vor einem Millionenpublikum erneut zu durchleben und öffentlich aufzuarbeiten. Die Absagen zeigen, wie persönlich und belastend die Auseinandersetzung mit seinem Tod für seine einstigen Weggefährten bis heute ist.

Matthew Perry, Schauspieler
Getty Images
Matthew Perry, Schauspieler
David Schwimmer, Lisa Kudrow, Matthew Perry, Courteney Cox, Jennifer Aniston und Matt LeBlanc
Getty Images
David Schwimmer, Lisa Kudrow, Matthew Perry, Courteney Cox, Jennifer Aniston und Matt LeBlanc
Erinnerungsfoto von Jennifer Aniston und Matthew Perry auf Instagram
Instagram / Jennifer Aniston
Erinnerungsfoto von Jennifer Aniston und Matthew Perry auf Instagram
Die neue Netflix-Doku über Matthew Perry kommt fast drei Jahre nach seinem Tod: Wie findet ihr den Zeitpunkt?