Prinzessin Kate verbietet ihren Kindern die Blutweihe
Bei einer jahrhundertealten Tradition der britischen Königsfamilie macht Prinzessin Kate (44) offenbar nicht mit: Ihre drei Kinder Prinz George (13), Prinzessin Charlotte (11) und Prinz Louis (8) sollen nach ihrer ersten Jagd nicht dem sogenannten Blooding unterzogen werden. Bei diesem Brauch wird jungen Royals das Blut des ersten Tieres, das sie erlegt haben, ins Gesicht geschmiert. Wie drastisch der Brauch ablaufen kann, schilderte Prinz Harry (42) in seinem Buch "Spare". Mit 15 Jahren habe er einen Hirsch erlegt. Ein Jagdführer namens Sandy habe ihn daraufhin nicht nur mit Blut beschmiert, sondern seinen Kopf in den Tierkörper gedrückt. "Ich versuchte, mich loszureißen, aber Sandy drückte mich noch tiefer hinein. Ich war schockiert von seiner wahnsinnigen Kraft. Und von dem höllischen Geruch. Mein Frühstück kam mir aus dem Magen hoch", heißt es in den Memoiren, aus denen Hello! zitierte.
Trotz dieser Erfahrung sah Harry auch einen Sinn in der Jagd: Die Bestandskontrolle solle die Hirschpopulation schützen und Fleisch für die Menschen rund um Balmoral liefern. Über seine damalige Sicht auf das Ritual schrieb er: "Ich war nicht religiös, aber diese 'Blut-Gesichtsbehandlung' war für mich wie eine Taufe." Prinz William (44) soll das Blooding als Kind durchlaufen haben – seine Söhne und seine Tochter bleiben davon nun offenbar verschont. Wie der Autor Tom Quinn in seinem Buch "Yes, Ma'am: The Secret Life of Royal Servants" berichtet, habe die dreifache Mutter Kate ausdrücklich darauf bestanden, dass es für ihre Kinder kein Blooding geben werde. Damit fällt die Entscheidung innerhalb der Familie deutlich aus dem Rahmen. Denn frühere Generationen wurden schon in jungen Jahren mit dem Ritual vertraut gemacht, das eng mit den Jagdaufenthalten der Windsors verbunden ist.
George, Charlotte und Louis sollen trotz ihres Lebens im Königshaus möglichst normal aufwachsen. Das sei ihren Eltern enorm wichtig. Traditionen und Regeln seien zwar Bestandteil des königlichen Alltags, beim Blooding endet für die Prinzessin dennoch offenbar die Bereitschaft, überlieferte Bräuche einfach weiterzugeben. Die Jagd ist dabei nicht die einzige ungewöhnliche Regel, die das Familienleben der Windsors prägt. Selbst Monopoly soll im Königshaus nicht gern gesehen sein, nachdem einige Partien in der Vergangenheit zu hitzig wurden.

























