Sacha Baron Cohen lehnte die Rolle als Freddie Mercury ab
Sacha Baron Cohen (54) wäre beinahe einer der ikonischsten Rockstars aller Zeiten gewesen: Der britische Comedian und Schauspieler sollte ursprünglich Freddie Mercury (†45) in dem Queen-Biopic "Bohemian Rhapsody" verkörpern. Bereits ab 2010 wurde das Filmprojekt entwickelt, und Sacha galt lange als erste Wahl für die Hauptrolle. 2013 zog er sich jedoch aus dem Projekt zurück – offiziell aufgrund künstlerischer Differenzen mit der Band. Am Ende übernahm Rami Malek (45) die Rolle und gewann dafür bei der Oscar-Verleihung 2019 die Trophäe als bester Hauptdarsteller. Der Film spielte weltweit rund 795 Millionen Euro ein – bei einem Budget von nur 45 Millionen Euro.
In einem Interview mit Howard Stern (72) erklärte Sacha 2016, was ihn am Projekt störte: Er wollte ein ungeschöntes Porträt von Mercury zeichnen, das auch dessen exzessive Seiten zeigt. "Es gibt unglaubliche Geschichten über Freddie Mercury. Der Typ war wild. Ich meine, er lebte einen Lebensstil extremer Ausschweifung. Es gibt Geschichten von kleinwüchsigen Menschen mit Tellern voller Kokain auf dem Kopf, die auf einer Party umherliefen", erzählte er. Queen hingegen wünschte sich laut Cohen ein sanfteres Biopic, das vor allem den Aufstieg der Band in den Mittelpunkt stellt. Außerdem war ursprünglich geplant, Mercurys Tod bereits in der Filmmitte zu zeigen – ein Punkt, den der Schauspieler ebenfalls ablehnte. Dabei hatte Gitarrist Brian May (78) noch 2011 gegenüber Daily Record geschwärmt: "Wenn Sacha nicht immer und immer wieder darauf bestanden hätte, wären wir nicht hier. Er brennt für die Idee, Freddie zu spielen."
Später erklärte Brian gegenüber Daily Mail, Sachas Präsenz wäre für das Projekt wohl "störend" gewesen. Auch Schlagzeuger Roger Taylor (76) äußerte sich gegenüber Classic Rock deutlich: "Ich habe mir seine letzten fünf Filme angesehen und bin zu dem Schluss gekommen, dass er kein besonders guter Schauspieler ist." Sacha Baron Cohen ist vor allem für seine provokanten und parodistischen Rollen bekannt – etwa in "Borat" oder "Der Diktator". Diese Werke haben ihm zwar Kultstatus eingebracht, stehen aber stilistisch weit entfernt von dem, was Queen sich für ihr Bandporträt vorstellte. Freddie Mercury selbst starb am 24. November 1991 im Alter von 45 Jahren. Der in Sansibar geborene Sänger, der mit bürgerlichem Namen Farrokh Bulsara hieß, gilt bis heute als einer der größten Rockmusiker der Geschichte.














