Tony Iommi sagt Musik rettete ihn im Kampf gegen Krebs

Tony Iommi sagt Musik rettete ihn im Kampf gegen Krebs

- Anita Ehlert
Lesezeit: 2 min
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Black-Sabbath-Gitarrist Tony Iommi (78) ist sich sicher: Ohne die Musik hätte er seine schwere Erkrankung womöglich nicht überstanden. Der heute 78-Jährige erhielt 2012 die Diagnose Non-Hodgkin-Lymphom. Daraufhin musste er sich über mehrere Monate einer kräftezehrenden Behandlung unterziehen. Genau in dieser Zeit arbeitete er mit seiner Band und Produzent Rick Rubin (63) am Album "13", das 2013 erschien. Statt sich von der Erkrankung bestimmen zu lassen, konzentrierte sich der Musiker ganz bewusst auf die Aufnahmen. Die Arbeit sollte ihn ablenken und ihm dabei helfen, mental nicht aufzugeben. Im Podcast "Ways to Change the World" von Channel 4 News schilderte er nun, wie wichtig dieses Projekt damals für ihn war. "Ich musste meine Gedanken wirklich auf die Musik konzentrieren, und das hat mir sehr geholfen", erklärte Tony. So wurde die Kreativität während der belastenden Therapie zu seinem persönlichen Anker.

Einfach war das allerdings nicht: Für die Arbeit an "13" pendelte Tony zwischen Großbritannien und Los Angeles. Nach den Sessions in den USA flog er zurück in die Heimat zur Krebsbehandlung – und anschließend wieder nach Los Angeles, um weiterzumachen. Seine Krankheit sollte seinen Alltag und seine Gedanken nicht vollständig beherrschen. "Ich wollte das durcharbeiten, nur um mich davon abzulenken und nicht einfach aufzugeben. Und es hat funktioniert", erinnerte sich der Gitarrist im Podcast von Channel 4 News. Auch heute zieht der Gitarrist Kraft aus seiner Kreativität. Seinen gesundheitlichen Erfahrungen begegnet er dabei mit schwarzem Humor. "Ich frage mich weiterhin, wann ich umkippen werde. Ja, das tue ich", scherzte er. Gleichzeitig betonte der Brite, dass ihm das kreative Arbeiten nach wie vor Freude bereite und ihn am Laufen halte.

Zuletzt veröffentlichte Tony das Soloalbum "From The Dark". An neuer Musik kann der Künstler inzwischen deutlich entspannter arbeiten als zu seinen Zeiten mit Black Sabbath. Bei der Band habe es feste Zeitpläne gegeben: Proben, gebuchte Studiotermine und im Anschluss lange Tourneen. Heute nimmt Tony seine musikalischen Einfälle ohne vergleichbaren Zeitdruck im eigenen Heimstudio auf. Dabei steht ihm sein Toningenieur zur Seite. Die beiden widmen sich den Songs immer dann, wenn ihre jeweiligen persönlichen Verpflichtungen es erlauben. Die flexible Arbeitsweise hat für ihn noch einen weiteren Vorteil – sie lässt sich mit den Kontrolluntersuchungen im Krankenhaus vereinbaren, die bei ihm weiterhin nötig sind. Die Musik bleibt damit ein fester Bestandteil seines Lebens, während die Rahmenbedingungen heute wesentlich ruhiger und freier sind als bei den früheren Produktionen und Tourneen mit Black Sabbath.

Tony Iommi bei den Pride of Birmingham Awards an der University of Birmingham, 26. März 2019
Getty Images
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Tony Iommi präsentiert seine Epiphone SG Signature auf der Frankfurter Musikmesse 2015
Getty Images
Tony Iommi präsentiert seine Epiphone SG Signature auf der Frankfurter Musikmesse 2015
Black Sabbath im November 2011
Getty Images
Black Sabbath im November 2011
Wie bewertet ihr Tonys Entscheidung, während seiner Krebstherapie weiter am Album "13" zu arbeiten?
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