Nach Kritik am Halloweenkostüm: Martha Stewart rudert zurück
Oh je, was für ein Fehlgriff, oder? Martha Stewart (85) sorgte bei der Wahl ihres Kostüms für ordentlich Kritik. Die Lifestyle-Unternehmerin zeigte sich auf einem Foto in den sozialen Medien als obdachlose Person. Sie trug eine Strickmütze und zerschlissene Kleidung, ihr Gesicht war mit Schmutz verschmiert. Dazu hielt sie ein Schild mit der Aufschrift "Ich habe Hunger! Hilf mir!". Lange blieb der Schnappschuss nicht online, denn die Multimillionärin löschte ihn kurz darauf wieder. Da war es aber schon zu spät: Zahlreiche Menschen warfen der Multimillionärin vor, mit ihrem Kostüm das Leid von Wohnungslosen und Menschen mit Geldsorgen zu verharmlosen. Gegenüber Page Six zeigte sich Martha nun reumütig: "Es fällt schwer, sich einzugestehen, wenn man wirklich Mist gebaut hat. Ich weiß, dass viele Menschen unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten leiden. Ein Kostüm wie meines zu tragen, war unsensibel und nicht lustig." Ihr Statement schloss sie mit einer deutlichen Entschuldigung ab: "Es tut mir wirklich sehr leid."
Martha betonte zugleich, dass hinter ihrer Verkleidung ursprünglich eine andere Absicht gesteckt habe. Sie habe auf die Situation wohnungsloser Menschen aufmerksam machen wollen, statt sich über sie lustig zu machen. "Es macht mich betroffen, dass mein Halloweenkostüm von gestern Menschen verletzt hat. Ich wollte damit eigentlich mehr Aufmerksamkeit auf das sehr ernste Thema Obdachlosigkeit lenken", erklärte sie Page Six. Die Moderatorin unterstrich außerdem, wie wichtig ihr dieses Anliegen sei: "Obdachlosigkeit ist nach wie vor eine der größten Herausforderungen und anhaltenden Krisen in den USA. Dieses Thema liegt mir sehr am Herzen. Ich habe viel Zeit und Energie darauf verwendet, Wohltätigkeitsorganisationen zu unterstützen." Im Netz kam ihre Entschuldigung allerdings nicht bei allen gut an. Ein Kritiker warf der Unternehmerin in den sozialen Medien vor, von der Verzweiflung wohnungsloser und hungernder Menschen völlig losgelöst zu sein. Ein Fan nahm sie dagegen in Schutz. Er gab zu bedenken, dass solche Verkleidungen in den 1970er-Jahren gang und gäbe gewesen seien.
Martha hatte erst vor wenigen Wochen im Podcast "Other People's Business" verraten, dank der Lizenzgebühren aus einer Kooperation mit einer Kaufhauskette zeitweise 65 Millionen US-Dollar im Jahr verdient zu haben. "Wir haben Waren im Wert von fast zwei Milliarden Dollar verkauft. Das war eine Menge Geld. Damit wurde die gesamte Entwicklung meines Magazins und meines Unternehmens finanziert. Das war unglaublich", erinnerte sie sich in dem Gespräch. Ganz ohne Rückschläge verlief ihre Karriere jedoch nicht. Anfang der 2000er-Jahre wurde die Moderatorin wegen Falschaussage, Verschwörung und Behinderung der Justiz im Zusammenhang mit einem Aktienverkauf verurteilt. Sie saß fünf Monate im Gefängnis und stand danach weitere fünf Monate unter Hausarrest. Durch die juristischen Probleme habe sie rund eine Milliarde Dollar verloren. "Die Anwälte haben mich finanziell völlig ausgenommen", erklärte sie in dem Podcast. Inzwischen hat sie sich aber wieder zurückgekämpft: "Ich bin zurück. Mir geht es ziemlich gut."

























