Die Todesursache von Jesús de Miguel (†30) steht jetzt offiziell fest. Laut dem vorläufigen Autopsiebericht starb der Fußballer an einem unfallbedingten Brusttrauma. Das berichtet unter anderem die spanische Zeitung El Día. Demnach hat das Institut für Rechtsmedizin und Forensik in Santa Cruz de Tenerife den Befund am Donnerstag an das zuständige Gericht übermittelt. Der Stürmer des CD Tenerife war am Montag kurz vor dem Ende der Partie gegen den FC Andorra mit Torwart Jesús Owono zusammengeprallt. Danach brach er direkt auf dem Spielfeld zusammen. Der Sportler wurde in ein Krankenhaus gebracht und auf der Intensivstation behandelt. Am Dienstagmorgen, dem 3. November 2026, starb er. Nach bisherigem Stand passt der festgestellte Befund zu seinem Tod. Die Untersuchungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Der vorläufige Bericht ist damit nur ein erster Schritt bei der Aufklärung des tragischen Vorfalls.
Einige Ergebnisse fehlen bisher noch, darunter der toxikologische Befund. Im Zuge der laufenden Ermittlungen sollen dem Gericht außerdem Erkenntnisse aus medizinischen Untersuchungen und die Daten einer CT-Aufnahme vorgelegt werden. Dabei geht es nicht nur um den Zusammenstoß auf dem Rasen. Das Gericht prüft zudem auch, wie genau Jesús nach seinem Zusammenbruch medizinisch versorgt wurde. Medienberichten zufolge soll der Fußballer noch im Krankenwagen einen Herzstillstand erlitten haben. Was genau im vorläufigen Autopsiebericht steht, bleibt grundsätzlich vertraulich. So sollen die Privatsphäre des Verstorbenen und die seiner Familie geschützt werden. Inzwischen hat das Gericht erlaubt, dass der Leichnam für die Beisetzung auf das spanische Festland überführt wird. Der CD Tenerife hatte den Tod seines Spielers auf der Plattform X mit bewegenden Worten bekannt gegeben: "Gebrochen vor Schmerz, mit einem Kloß im Hals und unfähig zu glauben, dass dies wahr ist, geben wir vom CD Tenerife den tragischen Tod von Jesús de Miguel Alameda an diesem Dienstag, dem 3. November 2026, um 8:00 Uhr bekannt."
Weil es sich nicht um einen natürlichen Tod handelt, hatte die spanische Nationalpolizei schon vorher Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten wollen rekonstruieren, wie es in der Nachspielzeit des Zweitligaspiels zu dem folgenschweren Zusammenprall kommen konnte. Außerdem soll geklärt werden, ob dabei möglicherweise fahrlässiges Verhalten eine Rolle gespielt hat. Eine konkrete Schuldzuweisung ist damit bisher nicht verbunden. El Día zitiert allerdings aus dem Bericht des Schiedsrichters. Darin heißt es, dass der Torhüter im Kampf um den Ball "übermäßige Kraft" eingesetzt habe. Gegen wen sich die Ermittlungen konkret richten, ist nicht bekannt. Der Verein will sich unterdessen gemeinsam von seinem verstorbenen Spieler verabschieden. Für Samstag, den 7. November, plant der CD Tenerife eine Gedenkveranstaltung im eigenen Stadion. Dort sollen Fans, Angehörige und die gesamte Vereinsgemeinschaft an Jesús erinnern – an seinen Einsatz für den Klub, seine Tore und viele glückliche Momente, die sie zusammen erlebt haben.
























