Eine scherzhafte Bemerkung von Katy Perry (42) erscheint vier Monate später plötzlich in einem ganz anderen Licht. Im Juli 2026 stand die Sängerin im Rahmen ihrer "Out of Office UK Tour" vor Tausenden Besuchern beim Blenheim Palace Festival im englischen Woodstock auf der Bühne. Bei einem interaktiven Spiel sollten Fans unterschiedliche Situationen für die große Leinwand darstellen. Eine davon war der Moment, in dem man dem eigenen Ex über den Weg läuft. Katy griff die Szene auf und witzelte laut The Mirror ins Mikrofon: "Ich hoffe, mein Ex ist nicht hier – er sollte im Gefängnis sein." Gemeint war offenbar ihr früherer Ehemann Russell Brand (51). Damals fiel die Bemerkung noch als Teil des lockeren Austauschs mit dem Publikum. Vier Monate später wirkt sie jedoch deutlich brisanter: Eine Jury sprach den Schauspieler wegen einer Vergewaltigung und dreier sexueller Übergriffe schuldig. Damit rückte auch Katys Tour-Scherz erneut in den Fokus.
Vor Gericht spielte Katys Bemerkung allerdings keine Rolle. Wie The Mirror berichtet, wurde die Bemerkung den Geschworenen weder vorgespielt noch anderweitig präsentiert. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst geplant, die frühere Ehe der beiden zur Sprache zu bringen. Wegen der Sensibilität des Themas verzichtete sie jedoch noch vor Prozessbeginn auf entsprechende Ausführungen. Nach Angaben der Verteidigung hatte eine der Frauen, die Anzeige erstattet hatten, gesagt, Katy sei bei einem Vorfall während eines Channel-4-Projekts möglicherweise im Raum gewesen. Die britische Staatsanwaltschaft CPS stellte jedoch klar, dass die Sängerin im Zuge der Ermittlungen nicht um eine Zeugenaussage gebeten worden war. Russell selbst erwähnte die Ehe vor Gericht nur am Rande. Er ordnete sie einer Phase seines Lebens zu, in der er nach eigener Aussage "atemberaubenden Ruhm" erreicht hatte. Eine Verbindung zwischen Katys Scherz und dem späteren Schuldspruch wurde im Prozess somit nicht hergestellt.
Katy und Russell hatten sich 2009 bei den Dreharbeiten zu dem Film "Männertrip" kennengelernt. Schon im folgenden Jahr gaben sie sich in Indien bei einer traditionellen hinduistischen Zeremonie das Jawort. Die Ehe hielt aber nicht lange. Bereits Ende 2011, nach nur 14 Monaten, trennte sich das Paar, 2012 wurde die Scheidung vollzogen. Jahre später blickte Katy auf die Beziehung zurück und beschrieb die gemeinsame Zeit als turbulent. Außerdem schilderte sie Russells Verhalten als kontrollierend. Vor allem ihre starke und unabhängige Position soll in der Ehe für Spannungen gesorgt haben. Auf Tour war sie diejenige, die Entscheidungen traf und als Chefin eines großen Teams auftrat. Diese Rolle habe sich laut ihren späteren Schilderungen nur schwer mit der Dynamik innerhalb der Ehe vereinbaren lassen. Nach der Trennung gingen Katy und Russell privat getrennte Wege.



























