Der Sender RTL zieht nach dem Urteil im Vergewaltigungsprozess gegen Yasin Mohamed (35) weitreichende Konsequenzen. Wie RTL+ jetzt über seinen offiziellen Instagram-Account mitteilte, wird es künftig keine Zusammenarbeit mehr mit dem Realitystar geben. Doch das ist noch nicht alles: Auch Formate, die bereits veröffentlicht wurden und in denen Yasin mitgewirkt hat, verschwinden aus dem Programm. "Des Weiteren stehen sämtliche Inhalte mit Yasin auf RTL+ nicht mehr zur Verfügung", heißt es in der Stellungnahme. Die Entscheidung bezieht sich somit nicht nur auf mögliche künftige TV-Auftritte. Sie betrifft auch alle Formate, die bereits ausgestrahlt wurden und bisher jederzeit abrufbar waren. Am Mittwoch hatte das Amtsgericht München Yasin wegen Vergewaltigung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Nach der Verurteilung hat sich auch die ProSiebenSat.1-Gruppe zu einer möglichen weiteren Zusammenarbeit mit dem Realitystar geäußert. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur spot on news, ob der 35-Jährige künftig noch bei einem der Sender zu sehen sein werde, stellte das Unternehmen klar: "Nein. Joyn, ProSieben und Sat.1 arbeiten schon länger nicht mehr mit diesem Mann."
RTL erklärte den Schritt mit der Schwere des Urteils und seiner Verantwortung gegenüber den Beteiligten sowie dem Publikum. "Das Urteil des Amtsgerichts München nehmen wir sehr ernst. Sexualisierte Gewalt und die Missachtung persönlicher Grenzen sind mit unseren Werten nicht vereinbar", stellt RTL in dem Instagram-Statement klar. Weiter heißt es dort: "Wir wissen um unsere Verantwortung gegenüber unseren Teilnehmenden sowie unseren Zuschauern. Vor diesem Hintergrund ist eine weitere Zusammenarbeit mit Yasin Mohamed nicht vorgesehen." Das Gericht hatte gegen den Realitystar eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verhängt und sie zur Bewährung ausgesetzt. Nach Überzeugung des Gerichts hatte Yasin seine damalige Love Island VIP-Mitkandidatin Sophie Imelmann (30) im Sommer 2024 in einem Hotel in Griechenland vergewaltigt. Das soll nach dem Ende der Dreharbeiten passiert sein. Da das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, kann es rechtlich erneut überprüft werden.
Yasin weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe weiterhin zurück. Auf Instagram kündigte der Realitystar an, Berufung gegen das Urteil einzulegen und weiter für seine Unschuld zu kämpfen. Yasin und Sophie hatten 2024 gemeinsam an der Datingshow "Love Island VIP" teilgenommen. Einem breiten Fernsehpublikum war Yasin bereits vorher bekannt geworden, und zwar durch seine Teilnahme an Temptation Island. Danach folgten weitere Auftritte in verschiedenen Reality-Formaten, zum Beispiel bei Ex on the Beach und Kampf der Realitystars. Sofern diese Sendungen bislang auf RTL+ abrufbar waren, sind auch sie von der Entscheidung des Senders betroffen.


























