Das Supertalent machte Jean-Michel Aweh (20) quasi über Nacht zum Star. Plötzlich wollten alle die traurigen Songs des jungen Musikers hören. Somit schaffte er es auch letztendlich sich gegen die anderen Kandidaten durchzusetzen und sich den Titel "Supertalent 2012" zu sichern. Der Sieg brachte natürlich nicht nur die Gewinnsumme, sondern auch musikalischen Erfolg mit sich.

Jean-Michels erstes Album "Raus aus dem Nebel" konnte sogar in den deutschen Charts auf Platz 11 klettern. Die Songs zu seinem Erstlingswerk stammen größtenteils aus Jean-Michels Feder. Mindestens anderthalb Jahre arbeitete er an den Titeln und verarbeitete darin seine Gefühle, wie er im Interview mit Promiflash bekannt gibt. "Raus aus dem Nebel" ist beispielsweise durch eine Bekanntschaft entstanden, dreht sich im Grunde um Beziehungen, hat aber eigentlich sogar mehrere Bedeutungen. Die Person, die ihn zu diesem Lied inspiriert hat, hat er einfach nicht verstanden, wie er sagt. "Sie war auch selbst Musikerin. Wir hatten eine Freundschaft. Aber ich habe mir immer gedacht: 'Ich verstehe diesen Menschen einfach nicht'. Ich habe mich dann hingesetzt und gedacht, ich finde vielleicht die Lösung, wenn ich ein Lied darüber schreibe. Und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich ähnlich wie sie bin und deswegen sind mir auch die Worte: 'Begegne mir, komme mir nicht zu nah', eingefallen", so der junge Songwriter. Außerdem dreht sich der Song darum, raus aus dem Nebel, raus aus der Underground-Szene, rein in die Öffentlichkeit zu treten. "Raus aus dem Nebel" bedeutet einfach raus aus der Unklarheit. "Wegen dieser zwei Bedeutungen, hatte ich mich auch entschlossen, das im Finale zu spielen", erklärt Jean-Michel seinen Song, den er im vorherigen Sommer schrieb.

Auf seiner Platte befinden sich allerdings auch zwei Coverversionen - aus gutem Grund: "Die haben wir mit auf die Platte gemacht wegen den Leuten, weil die das aus der Sendung kannten. Wahrscheinlich hätten sich manche betrogen gefühlt, wenn wir das nicht drauf hätten", lacht er.

Viele dieser Albumtitel sind wahnsinnig traurig, allerdings gibt es auch Ausnahmen, wie er verrät: "Die Leute haben immer gesagt, wenn man Lieder von mir hört, kriegen sie Depressionen. Sie haben mir immer geraten, ich solle doch Beerdigungssänger werden. Manche haben mir Gedankenanstöße oder Tipps gegeben und gesagt: 'Vielleicht machst du mal ein Lied, was nicht so traurig ist.' Darauf habe ich mich dann auch eingelassen und es kam beispielsweise 'Bring die Sonne mit' dabei raus. Das ist nicht ganz so traurig und ein bisschen schneller." Er kann nun ein bisschen offener sein und auch mal andere Gefühle in Musik fassen, als nur unglückliche Beziehungen oder Verzweiflung. Ein positiver Ansatz, der durch den Sieg beim Supertalent noch leichter zu befolgen ist.


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