

Dschungelkönig Gil: Autor Micky Beisenherz spricht Klartext
Eine Woche nach dem überraschenden Triumph von Gil Ofarim (43) im Dschungelcamp 2026 meldet sich nun Micky Beisenherz (48) zu Wort – und stellt sich der Kritik. Viele Fans von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" fragen sich seit dem Finale, warum Sonja Zietlow (57) und Jan Köppen (42) den umstrittenen Sänger kaum hart angegangen sind, obwohl sein "Davidstern-Skandal" noch immer für Diskussionen sorgt. In seinem Podcast Apokalypse & Filterkaffee sprach Micky jetzt mit Journalistin Anne Hähnig darüber, wie es zu der auffallend sanften Moderation im australischen Urwald kam. "Es hätte immer ein paar mehr Sprüche geben können auf Kosten von Gil, was sicherlich dem Mischungsverhältnis gut getan hätte. Aber den großen Plan, den zum Dschungelkönig zu schreiben, den gab es nie", betont der Autor dort.
In dem Gespräch mit Anne, die den Prozess gegen Gil für die Zeit begleitet hat, räumt Micky auch eigene Fehlentscheidungen ein. Er gibt zu, dass ihn Gils Andeutungen im Camp "für eine kurze Phase" selbst ins Grübeln gebracht hätten. "Er hat diesen Raum aufgemacht, in dem der Zweifel entsteht", sagt der Autor im Podcast, stellt aber klar, man könne im Rückblick "felsenfest sagen: Es stimmt halt einfach nicht". Anne beschreibt die Ermittlungen im Fall als so aufwendig wie bei einem Mordprozess und spricht von einer "total eindeutigen" Faktenlage ohne Hinweise auf Manipulation. Gleichzeitig kritisiert sie RTL scharf: Der Sender habe es versäumt, die Zuschauer klar darüber zu informieren, was im Verfahren wirklich festgestellt wurde und welche Rolle Hotelmitarbeiter Markus W. spielte. Micky nennt die Art, wie die Staffel gelaufen ist, "tatsächlich unglücklich" und sagt, er nehme die Prügel für die Produktion hin, wehrt aber entschieden den Vorwurf ab, Gil sei bewusst geschont worden. Auch Einfluss von RTL auf seine Texte habe es laut ihm nicht gegeben, der Sieg des Musikers habe "sehr, sehr viele Menschen vor Ort überrascht".
Hinter den Kulissen zeigt sich, wie stark sich die Wahrnehmung im Camp verschoben hat. Micky beobachtete ein "gekipptes Machtgefälle": Gil wirkte zeitweise wie das Opfer, weil mehrere Mitcamper, insbesondere Ariel, gleichzeitig gegen ihn standen. Das spielte ihm beim Publikum offenbar in die Karten. Privat blieb Gil während der Staffel auffallend zurückhaltend, sprach lieber in knappen Sätzen über Durchhaltewillen als über Zukunftspläne. Micky wiederum ist als Autor ein bekanntes Podcast-Gesicht: In Apokalypse & Filterkaffee lässt er regelmäßig Medienmacher und Journalistinnen zu Wort kommen, hört zu, ordnet ein, zitiert gern pointiert – und scheut sich nicht, eigene Arbeit zu hinterfragen. "Das nehme ich hin", sagt er zur heftigen Resonanz, ohne nachzutreten.










