Heute Mittag begann der Prozess um den unglücklichen Tod der damaligen Pornodarstellerin Sexy Cora (✝23). Ihr Witwer Tim Wosnitza verklagte die Hamburger Schönheitsklinik auf Schmerzensgeld und Unterhalt, weil er den Ärzten die Schuld am Ableben seiner Frau gibt. Vor Gericht erfolgte heute die Anhörung eines sachverständigen Arztes, der die Hergänge der tödlichen Operationen noch einmal geprüft hatte.

Sexy Cora
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Er bestätigte, dass Coras Sauerstoffversorgung von der Anästhesistin nicht ordnungsgemäß überwacht und dokumentiert wurde, sodass sie einen starken Hirnschaden erlitt. Die Ärztin war in einem separaten Prozess bereits zu 14 Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil sie vor Gericht Fehler eingestand. Die damals 23-jährige Cora erlitt darauf einen Herzstillstand. Es wurde eine erfolgreiche Reanimation eingeleitet und sie wurde ins Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf auf die Intensivstation gebracht. Der Hirnschaden war aber bereits zu groß und sie verstarb an den Folgen der Komplikationen.

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Die Anästhesistin hatte am Gerät wohl den Alarmknopf für die Sauerstoffzufuhr ausgeschaltet, wobei es sich grundsätzlich um eine erlaubte Praxis handle. Allerdings war sie mit dem Rücken zu dem Gerät gedreht und hat so wohl das Problem erst zu spät erkannt. Der Chirurg der OP gab an, das alles nicht gesehen zu haben. Für den Eingriff war eine Sterilisationswand auf Kopfhöhe aufgebaut worden, die seine Sicht auf die Geschehnisse behinderte. Beide Parteien haben nun bis zum 1. April Zeit, das Gutachten des Sachverständigen noch einmal zu prüfen und sich gegebenenfalls noch außergerichtlich zu einigen.

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