Das höchste Amt im Staat scheint ein äußerst beliebter Job zu sein: Erst verkündete Moderator Walter Freiwald (62) im Dschungelcamp 2015, dass er Bundespräsident werden möchte. Jetzt will ein weiteres TV-Gesicht die Nachfolge von Joachim Gauck (76) antreten.

Alexander Hold bei den "Shocking Shorts Awards" in München
Getty Images / Joerg Koch
Alexander Hold bei den "Shocking Shorts Awards" in München

Kürzlich kündigte Bundespräsident Joachim Gauck an, dass er sich nicht für eine zweite Amtszeit bewerben wird: Im Februar 2017 ist für den 76-Jährigen Schluss. Wenn es nach TV-Richter Alexander Hold (54) geht, zieht er bald vom Gerichtssaal ins Schloss Bellevue nach Berlin. In einem Interview mit der Bild verriet der 54-Jährige nun, dass er für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren wird. Die "Freien Wähler“ stellen Hold für die Wahl auf. "Die Freien Wähler sind an mich herangetreten. Im ersten Moment war ich natürlich sehr überrascht. Inzwischen fühle ich mich vor allem geehrt", sagte der Sat.1-Richter gegenüber der Zeitung. Und der gebürtige Bayer scheint es mit seiner Kandidatur sehr ernst zu meinen: "Ich bin ja kein Paradiesvogel aus dem Dschungel-Camp, sondern ein Jurist, der seit langem intensiv und ernsthaft Politik betreibt."

Alexander Hold bei den "Radio Regenbogen Awards" 2013
WENN
Alexander Hold bei den "Radio Regenbogen Awards" 2013

Über ein Jahrzehnt gehörte der Richter mit seiner gleichnamigen Gerichts-Show zum festen Bestandteil des Nachmittagsprogramms, doch nach mehr als 2.000 Folgen kam 2012 das Aus. Seit acht Jahren ist Hold für die "Freien Wähler" im Stadtrat von Kempten aktiv. In der Bundesversammlung, die den Präsidenten wählt, hat die Partei momentan nur zehn Sitze. Realistische Chancen auf das Amt hat Hold deshalb wohl eher kaum.

Alexander Hold beim "Bayerischen Filmpreis"
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Alexander Hold beim "Bayerischen Filmpreis"