Drei Tage lang war das genaue Schicksal der beiden indischen Schauspieler Raghava Uday und Anil Verma ungewiss – jetzt wurde die Leiche eines der beiden Männer geborgen. Das traurige Resultat eines schrecklich misslungenen Helikopter-Filmstunts.

Duniya Vija, indischer Schauspieler, mit Rettungskräften im Thippagondanahalli Reservoir
Getty Images
Duniya Vija, indischer Schauspieler, mit Rettungskräften im Thippagondanahalli Reservoir

Sie konnten kaum schwimmen und sollten für einen Film aus einem Hubschrauber in einen Stausee springen. Die beiden verunglückten Filmstars drehten zusammen mit ihrem Kollegen Duniya Vijay einen Stunt, der von ihnen verlangte, sich aus 30 Metern Höhe ins Thippagondanahalli-Reservoir zu stürzen. Das Fatale: Das Boot mit der Filmcrew, die die Darsteller schnell aus dem Wasser holen sollte, erschien nicht – vermutlich aufgrund eines Motorschadens – und nur Duniya Vijay trug eine Rettungsweste. Er war dann auch der einzige, der es zurück an Land schaffte, während Uday und Verma vor laufenden Kameras untergingen.

Raghava Uday, Schauspieler aus Indien
Facebook / Raghava Uday
Raghava Uday, Schauspieler aus Indien

Zusätzlich zum Film-Team waren auch lokale Medien vor Ort, um den Stunt zu verfolgen. Und genau die geben nun Hinweise auf die Fahrlässigkeit von Produktion und Regie! Denn Raghava Uday und Anil Verma äußerten sich noch kurz vor ihrem Sprung besorgt: "Ich kann ein kleines bisschen schwimmen. [...] Ich bin bisher nur in Teichen geschwommen, in denen man den Rand mit ein oder zwei Armbewegungen erreicht", verriet Verma Fernsehreportern, und auch sein Co-Star Uday erzählte: "Ich kann auch gar nicht gut schwimmen. Ich bin nur hier, weil wir den Stunt machen. Wir drei springen zusammen aus dem Helikopter. Der Rest liegt in Gottes Hand."

Rettungskräfte und Schauspieler Duniya Vijay im Thippagondanahalli Reservoir
Getty Images
Rettungskräfte und Schauspieler Duniya Vijay im Thippagondanahalli Reservoir

Obwohl bislang nur Udays Körper gefunden wurde, wird laut indianexpress davon ausgegangen, dass auch Verma ertrunken ist. Während Sanitäter, Polizisten und Feuerwehrmänner weiter nach seiner Leiche suchen, verhaftete die Polizei den Regisseur und den Produzenten – wegen Totschlags. Ihnen wird Fahrlässigkeit vorgeworfen, weil nicht nur das rettende Boot nicht fehlte, sondern auch ein Krankenwagen und andere Sicherheitsmaßnahmen vor Ort hätten bereit stehen müssen. Der Stunt-Koordinator, der ebenfalls befragt werden sollte, ist nicht aufzufinden...