Wie zerrissen war die Deutsche Fußballnationalmannschaft zuletzt wirklich? Nach der verpatzten Weltmeisterschaft in Russland trat Mesut Özil (29) aus dem DFB-Team zurück – und warf dem Verband und dessen Funktionären Rassismus vor. Jetzt wurde bekannt, dass die Kicker mit dem Adler auf der Brust selbst untereinander mit harten Worten um sich schmeißen – wenn auch möglicherweise im Spaß: Die Spieler sollen sich etwa mit "Kartoffel" und "Kanake" angesprochen haben.

Laut einem Spiegel-Bericht sollen die Sportler des DFB bei dem Turnier in Russland ihre kulturellen Unterschiede mit sehr direkten Begriffen benannt haben. So sollen Spieler mit Migrationshintergrund sich selbst als "Kanake" bezeichnet haben, Spieler ohne Migrationshintergrund wie Thomas Müller (28), Mats Hummels (29) hätten sie laut Aussagen eines Insiders "Kartoffel" genannt. Wie ernst diese Aussagen wirklich gemeint waren, ist nicht bekannt. Verbandspräsident Reinhard Grindel (56) wies das Ganze gegenüber Bild jedoch zurück: "Ich habe es nicht erlebt, dass es in der Mannschaft verschiedene Gruppen gibt." Dennoch wolle er demnächst mit dem Mannschaftsrat über das Thema sprechen.

Der türkischstämmige Mittelfeldstar Ilkay Gündogan (27) erklärte die Äußerungen gegenüber der Berliner Morgenpost wie folgt: "Natürlich gab es hier oder da mal einige Witze über gewisse Instagram-Postings. [...] Das war aber jederzeit immer nur als Spaß zu verstehen und hatte definitiv auch nichts mit Rassismus zu tun!" Die Angelegenheit werde seiner Meinung nach von außen sehr überspitzt dargestellt. Auch Lukas Podolski (33) äußerte sich mit Blick auf seine eigene Zeit in der Nationalmannschaft zu diesem Thema: "Rassismus hat damit nichts zu tun, und den gab es bei uns in all den Jahren nicht, die ich dabei war."

Die deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2018 in RusslandPATRIK STOLLARZ / Kontributor / Getty Images
Die deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2018 in Russland
Reinhard Grindel beim Viertelfinalspiel der Fußball-EM 2016Getty Images
Reinhard Grindel beim Viertelfinalspiel der Fußball-EM 2016
Ilkay Gündogan bei der WM in RusslandGetty Images
Ilkay Gündogan bei der WM in Russland
Was meint ihr: Haben die Spieler die Ausdrücke ernst gemeint?892 Stimmen
98
Ja, das befürchte ich schon.
794
Nein, das waren derbe Worte, die aber nicht rassistisch gemeint waren.


Tipps für Promiflash? Einfach E-Mail an: tipps@promiflash.de