Es sind schlimme Szenen, die sich gerade im Hambacher Forst abspielen. In dem Waldgebiet in Nordrhein-Westfalen möchte ein Energiekonzern große Flächen von Bäumen roden, um anschließend die darunter liegende Braunkohle zu gewinnen. Seit Wochen stemmen sich Naturschutz-Aktivisten gegen dieses Vorhaben, indem sie in Baumhäusern kampieren. Vor Kurzem stürzte bereits ein Protestler ab und verstarb. Am Donnerstag war auch die Tochter von Leslie Mandoki (65) sechs bis acht Meter in die Tiefe gefallen. Der Musikproduzent fürchtete um das Leben seiner Julia.

Wie der Musiker im Interview mit Bild mitteilte, sei der Zustand der 24-Jährigen mittlerweile wieder stabil: "Sie hätte tot sein können oder ihr Leben lang im Rollstuhl sitzen. Die Ärzte sagen, es besteht keine Lebensgefahr." Allerdings habe sein Sprössling mehrere Rippenbrüche und Blutergüsse am ganzen Körper und müsse noch einige Tage im Krankenhaus bleiben. Außerdem verteidigte der Songwriter die Absolventin eines Theologiestudiums, mit der er auch schon gemeinsam auf der Bühne stand: "Sie ist keine autonome Spinnerin, sondern eine idealistische Künstlerin."

Schuld an der Eskalation in dem Waldstück ist für Leslie eindeutig das Vorgehen der Polizei: "Ich habe noch nie so viel Polizeigewalt gesehen wie in den letzten Wochen im Hambacher Forst und selten so viele friedliche Menschen kennengelernt." Immer wieder würden jedoch durch die gewaltsame Räumung der Baumhäuser Aktivisten in Gefahr gebracht.

Leslie Mandoki und seine Kinder Gabor, Julia und Lara, 2007Getty Images
Leslie Mandoki und seine Kinder Gabor, Julia und Lara, 2007
Julia und Leslie Mandoki bei einem Konzert im Januar 2018Getty Images
Julia und Leslie Mandoki bei einem Konzert im Januar 2018
Leslie Mandoki mit seinen Töchtern Lara und Julia auf dem Oktoberfest 2015Getty Images
Leslie Mandoki mit seinen Töchtern Lara und Julia auf dem Oktoberfest 2015


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