Urteil aufgehoben: Harvey Weinsteins Kläger sind schockiert!

Harvey Weinstein, Oktober 2022Getty Images
25. Apr. 2024 -
Linn Dubbel

Harvey Weinsteins (72) Urteil wird widerrufen. Eigentlich wurde der Filmmogul im Februar 2020 wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt. Doch nun hebt das Berufungsgericht in New York diese Entscheidung wieder auf, da es einen Fehler in dem Verfahren gefunden haben will. Ashley Judd (56) gefällt das gar nicht – die Schauspielerin erklärt gegenüber New York Times, die Entscheidung sei unfair gegenüber den Opfern. "Wir leben noch immer unsere Wahrheit. Und wir wissen, was passiert ist", betont sie. Ashley hatte 2017 zu den ersten Frauen gehört, die sich gegen den Produzenten ausgesprochen hatten.

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Ashley Judd bei den "Women's Media Awards" 2017Getty Images

Die Befürworterinnen der MeToo-Bewegung sind ebenfalls schockiert. Eine weitere Klägerin, Katherine Kendall, gesteht, dass die Aufhebung des Urteils sie fassungslos mache. "Es ist eine schreckliche Erinnerung daran, dass Opfer sexueller Übergriffe einfach keine Gerechtigkeit bekommen. Ich fühle mich im Moment vom Justizsystem völlig im Stich gelassen", stellt die Schauspielerin klar. Auch ihre Mitstreiterin Amber Tamblyn (40) nennt die Entscheidung "einen Verlust für die gesamte Gemeinschaft der Frauen, die ihr Leben und ihre Karrieren aufs Spiel setzen, um ihre Meinung zu sagen."

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Amber Tamblyn, SchauspielerinGetty Images

Arthur Aidala, der Anwalt der einstigen Hollywood-Größe, bemängelte zuvor lautstark, der Prozess sei für seinen Mandanten nicht fair verlaufen. Die Kritik: Der Richter erlaubte unter anderem drei Frauen vor Gericht gegen den Angeklagten auszusagen, die nicht Teil der ursprünglichen Anklage waren. Harveys Anwalt ist der Ansicht, sein Charakter habe auf dem Prüfstand gestanden und nicht die vorliegenden Klagen, wie The Associated Press berichtet. Nun könnte eine neue Verhandlung stattfinden, in der die mutmaßlichen Opfer erneut aussagen müssten.

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Linn Dubbel
Redakteurin
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