Comedienne Julia Brandner hat sich sterilisieren lassen
Julia Brandner hat einen klaren Schritt gewagt und spricht jetzt offen darüber: Die Comedienne ließ sich vor zwei Jahren sterilisieren. Im Gespräch mit RTL erklärte die 30-Jährige: "Ich habe mich sterilisieren lassen, weil ich keine Kinder wollte und mir sicher bin". Der Eingriff erfolgte in Österreich, wo Sterilisationen zur Verhütung bei gesunden Frauen ab 25 Jahren möglich sind. Bekannt aus Formaten wie "Falsch aber lustig", erzählt Julia, sie habe schon als neunjähriges Mädchen gewusst, dass sie keine Mutter sein möchte. Eine umfassende Beratung im Umfeld habe sie nicht gesucht, denn, wie sie betont: "Ich habe das nicht großartig mit jemandem besprochen, weil es mein Körper ist. Ich muss mit dem leben."
Seit sie ihre Entscheidung auf Social Media geteilt hat, erlebt die Comedienne viel Rückhalt, aber auch Gegenwind. "Als ich das auf Social Media geteilt habe, habe ich überwiegend positive Erfahrungen gemacht", berichtet sie. Viele Nachrichten erreichen sie von Frauen, die sich durch Julias Offenheit ermutigt fühlen, sich mit dem Thema Verhütung und Kinderwunsch intensiver auseinanderzusetzen. Zugleich gibt es "die klassischen Hate-Kommentare". Zu ihrer Haltung hat Julia ein Buch geschrieben: "I'm not kidding: Warum ich keine Kinder möchte und dafür keine Entschuldigung brauche" erscheint am 6. März. Unter der Ankündigung sammeln sich zahlreiche Reaktionen, darunter: "Ich bin bei den ersten Seiten und du sprichst mir schon so aus der Seele", oder: "Danke für dieses Buch! Ich habe nicht gewusst, dass ich es gebraucht habe. Und es ist so unglaublich gut und wichtig!"
Privater Blick über die Szene hinaus: Während Julia ihre Entscheidung ohne Pathos, aber mit Klarheit teilt, spricht Kollegin Carolin Kebekus (45) derzeit offen über ihre Mutterschaft, thematisiert Erschöpfung und das Wochenbett und gibt damit einen anderen, persönlichen Einblick in das Leben als Mutter. Julia wiederum verwebt ihre Perspektive in Stand-up-Auftritten und auf ihren Kanälen, wo die Künstlerin den direkten Austausch sucht. Die Resonanz zeigt sich oft in kurzen, ehrlichen Botschaften aus der Community, die dankbar sind, jemanden zu lesen, der ihre eigenen Gedanken spiegelt. So entsteht um die Comedienne eine digitale Gesprächsrunde, in der Entscheidungen, Zweifel und Gewissheiten nebeneinander Platz haben.






