Unfall bei Olympia: Lindsey Vonn erleidet schweren Sturz
Olympische Winterspiele in Italien: Lindsey Vonn (41) ist am Sonntag, dem 8. Februar, in der Abfahrt schwer gestürzt. Die US-Amerikanerin hatte sich trotz eines frischen Kreuzbandrisses an den Start gewagt – und kam schon im oberen Abschnitt der Strecke zu Fall. Die Ski-Legende überschlug sich mehrfach, auf den TV-Bildern der ARD waren ihre Schmerzensschreie zu hören. Sekunden später rasten Helfer heran, Sanitäter sicherten die Stelle, ein Rettungshubschrauber landete auf der Piste. Eine genaue Diagnose stand zunächst nicht fest. Zu diesem Zeitpunkt führte Teamkollegin Breezy Johnson vor Emma Aicher.
Die Szene wirkte wie ein Albtraum in Zeitlupe: Nach wenigen Toren verlor Lindsey den Ski, wurde aus der Linie katapultiert und blieb im Schnee liegen. Streckenposten schirmten den Bereich ab, das Rennen wurde unterbrochen. Ex-Profi Felix Neureuther (41) ordnete die riskante Fahrt gegenüber dem Rundfunkverbund ein: "Sie hat das Risiko oben definitiv schon genommen. Das war die Angst, die ich hatte, dass sie für dieses eine Rennen so versucht, übers Limit zu gehen." Es hieß weiter: "Wenn du so schwer verletzt warst und auch ohne Kreuzband fährst, musst du auch mental über dich hinauswachsen, um eine Chance zu haben."
Schon vor ihrem Start in Italien hatten Experten Lindsey eindringlich gewarnt. Der erfahrene Sportmediziner Thierry Murrisch behauptete gegenüber der Bild: "Ohne diese wichtige Struktur fehlt dem Knie die Stabilität. Dies kann man kurzzeitig kompensieren, wenn man muskulär extrem fit ist oder eine Schiene trägt, die das Knie halten kann." Für den Arzt stand fest: "Sie geht ein extrem hohes Risiko ein, gerade auch bei ihrer Verletzungsvorgeschichte." Die Gefahr schwerer Folgeverletzungen sei enorm, wenn das Knie dem Druck nicht mehr standhalten könne.










