Influencerin bereut Mutterrolle öffentlich: "Kein Bock mehr"
Influencerin hey.ivona spricht derzeit so offen wie selten über die Schattenseiten des Mutterseins – und sorgt damit nicht nur für Zustimmung, sondern auch für Kritik. Zwischen ehrlicher Überforderung und umstrittenen Aussagen verschwimmt für viele Beobachter eine wichtige Grenze. Auf ihrem Instagram-Account schildert sie schonungslos ihren Alltag – inklusive Momente, die viele wohl lieber für sich behalten würden. "Ich hab so ein krass schlechtes Gewissen. Ich bin ja vormittags alleine, weil die Kinder in der Kita sind. Hab somit Freizeit, wenn man das so nennen darf. Grade meinen Mann rausgeschickt mit den Kindern, weil ich einfach nicht mehr kann. Also die müssen weg, ich brauch' meine Ruhe. Ich war gerade eben so asozial zu meiner Tochter, dass ich quasi abgebrochen hab und gesagt hab, ich muss jetzt duschen, weil sonst passiert hier gleich irgendwas." Im Podcast "deep und deutlich" spricht sie jetzt ausführlich darüber, warum sie ihre Mutterrolle bereut und wieso sie das so öffentlich thematisiert.
Rückblickend beschreibt Ivona im Podcast die erste Zeit mit ihrem Baby als extrem belastend: "Sie war so ein nähebedürftiges, viel weinendes Baby. Das hat mich überfordert. Mir war nicht bewusst, dass mein Kind 24/7 an mir klebt." Mit zwei Kindern habe sich der Druck noch einmal deutlich verstärkt. "Emotionales Aussaugen nenne ich das manchmal […] und wenn dann beide an mir noch ziehen, dann wird der Druck ja immer krasser." Ivona zeigt sich dabei bewusst verletzlich – und steht zu ihren Aussagen. Selbst die Nachfrage, was wäre, wenn ihre Kinder diese ehrlichen Einblicke später sehen könnten, schreckt sie nicht ab: "Das ist vollkommen okay […] die sehen einfach nur ihre Mutter, die Emotionen gezeigt hat, die auch mal zugegeben hat, dass sie das nicht schafft."
Bereits in den Anfangszeiten ihres Accounts, spricht Ivona Themen an, die für viele als Tabu gelten. In einem Post sagt sie, dass es ok sei, ihr Kind auch mal kurz im Auto zu lassen – etwa für schnelle Erledigungen. "Früher hab ich echt jedes Mal das Baby aus dem Auto geholt […] Ob ich dem Kind damit einen Gefallen getan habe? Meiner Meinung nach nicht." Mit ihren Aussagen sorgt die Zweifach-Mama für viel Kritik, auch wenn ihr Account klar für mehr Ehrlichkeit im Mutteralltag steht. Ihr Content transportiert die klare Botschaft: Es ist okay, sich als Mutter überfordert zu fühlen und nicht immer den Erwartungen zu entsprechen. Doch genau dieser Ansatz bleibt umstritten. Während viele ihre Offenheit feiern, fragen sich andere, ob wirklich jede persönliche Grenzerfahrung öffentlich geteilt werden sollte – und wo dabei die Verantwortung gegenüber der eigenen Reichweite beginnt.
Vor allem für Aussagen wie "Ich habe keinen Bock mehr, Mutter zu sein", erntet die Influencerin auf ihrem Account viel Kritik. In einem Reel erklärt sie mit einer Anekdote, wieso sie solche Aussagen trifft: "Und dann fragt man mich, wie ich sagen kann, dass ich keinen Bock mehr habe, Mutter zu sein. Kinder sind morgens bis halb 3 in Fremdbetreuung. [...] Ich hole die dann ab. Keine 10 Minuten später habe ich das Gefühl, ich habe den ganzen Tag mit denen verbracht. Wir wollten rausgehen, ich war so fix und fertig, [...], ich glaube, ich konnte 15 Minuten erst mal nicht reden. Und dann fragt man mich, wie ich sagen kann, dass ich keinen Bock mehr habe, Mutter zu sein. Bitteschön, ganz klar." Viele User reagieren verständnislos: "Wie kann man nur solch eine Aussage treffen? Deine Kinder sind dein Spiegel. Du bist leider das Paradebeispiel für absolut fehlende Selbstreflexion." oder auch "Ich finde die Aussage und auch andere tatsächlich sehr schwierig. Klar ist man mal überfordert und es wird alles zu viel, aber die ganze Mutterschaft in Frage zu stellen… nach zehn Minuten, die man mit seinen Kindern verbracht hat..." heißt es in den Kommentaren.







