

"Der Bachelor"-Finalistin lag monatelang tot in Schlucht
Monatelang blieb eine tote Frau auf Gran Canaria ohne Namen – jetzt steht fest, wer sie ist: Bei der Leiche aus der abgelegenen Berriel-Schlucht handelt es sich um Annabella Lovas, eine 32-jährige Finalistin der ungarischen Ausgabe von Der Bachelor. Passanten hatten die Frau bereits am 6. März 2025 in dem Canyon im Süden der Insel entdeckt. Die Polizei bestätigte nun die Identität, nachdem der Abgleich eines Backenzahns den Durchbruch brachte, wie spanische Medien berichten. Die Gegend gilt als riskant, mit steilen Felsen, schmalen Pfaden und kaum Handyempfang. Die Ermittler prüfen einen Unfall – auch eine Sturzflut kommt als Ursache infrage.
Der Fundort lag in einem schwer zugänglichen Abschnitt der Schlucht, wo Annabella nach Angaben der Behörden teils entkleidet in einem Naturpool entdeckt wurde. Der Zustand der Leiche deutete schon beim Fund darauf hin, dass sie dort seit mehreren Wochen gelegen haben musste, selbst der Abgleich ihrer Tattoos brachte zunächst keine Spur. Die Kriminalpolizei ermittelte monatelang, Interpol wurde eingeschaltet. Erst der Zahnvergleich machte die Identifizierung möglich. Polizeichef Pablo Fernandez Sala unterstrich die Aussagekraft dieses Befunds: "Das Gebiss ist wie ein Fingerabdruck: Es weist ganz eigene charakteristische Merkmale auf. Es ist eines der widerstandsfähigsten Elemente gegenüber Witterungs- und Umwelteinflüssen", erklärte Pablo, wie The Mirror berichtet. Eine Obduktion ergab keine Hinweise auf ein Verbrechen, ließ die genaue Todesursache jedoch offen. Die Behörden halten es für möglich, dass Annabella im Zuge heftiger Unwetter in eine plötzliche Sturzflut geriet; ebenso wird geprüft, ob ihr Körper durch Wassermassen an den späteren Fundort gespült wurde.
Annabella war 2021 durch "Der Bachelor" in Ungarn bekannt geworden, wo sie um das Herz von Dávid Tóth kämpfte und es bis ins Finale schaffte. Anschließend lebte die gebürtige Ungarin als Influencerin und Moderatorin auf Gran Canaria, wohin sie nach einer überstandenen Krebserkrankung gezogen war. Ihre Familie hatte sie als vermisst gemeldet – mit der Identifizierung endet für die Angehörigen nun die quälende Ungewissheit. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen ihres Todes laufen weiter.




