

Tod ihres Sohnes: Ein Anruf lässt Susen Tiedtke nicht los
Susen Tiedtke (57) lässt ein Anruf nicht los, den sie nie entgegennehmen konnte. In der Nacht, in der ihr Sohn Max starb, versuchte der 17-Jährige, seine Mutter anzurufen. Doch ihr Handy war ausgeschaltet. "Was wollte er mir sagen?", fragt sich die ehemalige Weitspringerin bis heute, wie sie jetzt gegenüber Bild erzählte. Es ist eine Frage, die keine Antwort mehr finden wird. Max starb am 3. März 2025 – völlig unerwartet und viel zu früh.
Im Rückblick erkennt Susen erschreckende Vorzeichen, die sie damals nicht als solche deuten konnte. Schon am Abend vor dem Tod ihres Sohnes beschlich sie ein merkwürdiges Gefühl, als Max nach dem Abendessen die Treppe zu seinem Zimmer hochging. "Als er hochging, hatte ich das Gefühl, ich muss ihm winken. Das habe ich sonst nie getan", berichtete die 57-Jährige im Interview. Es war der letzte Kontakt zwischen den beiden. Auch körperliche Warnsignale waren im Vorfeld sichtbar: Etwa zwei Tage vor seinem Tod sah Max auffällig fahl aus. "Er sah grau im Gesicht aus, wie ein 80-Jähriger. Aber er fühle sich gut, sagte er", erinnerte sich Susen. Eine spätere Obduktion ergab, dass Max an einer fortgeschrittenen Herzmuskelentzündung starb. Monate zuvor hatte er zwar über Schmerzen geklagt, diese aber nicht ärztlich abklären lassen, weil sie von selbst wieder verschwanden. Auch seinen Lebensstil sieht Susen als möglichen belastenden Faktor, der geprägt war durch stundenlanges Zocken bis in die frühen Morgenstunden, wenig Bewegung und eine unausgewogene Ernährung.
Dass Susen ihren Sohn leblos in seinem Bett vorfand, hatte sie bereits kurz nach dem tragischen Ereignis in einem RTL-Interview beschrieben: "Das reißt plötzlich das gesamte Leben aus einem heraus. Das ist ja das eigene Fleisch und Blut und dann ist er tot." Seither kämpfte sie gegen die Trauer. Inzwischen hat sie ihr Leben nach eigenen Angaben komplett umgekrempelt. "Durch seinen Tod hat sich mein Leben komplett geändert. Nun kann ich sagen: Ich bin happy. Und das macht auch Max glücklich", sagte sie gegenüber Bild. Es scheint, als habe die Weitsprung-Legende neuen Lebensmut gefasst – wenngleich die Frage danach, was Max ihr am Telefon sagen wollte, leider für immer unbeantwortet bleiben wird.





