Gewaltvorwürfe: Seiler-und-Speer-Sänger entgeht Prozess
Christopher Seiler meldet sich nach seinem Strafverfahren zu den Ereignissen zu Wort, die sein Image als sympathischer Austro-Popstar Anfang März erschüttert hatten. In einer Instagram-Story erklärt der "Seiler und Speer"-Sänger jetzt, dass die Gewaltvorwürfe gegen ihn mittels Diversion beigelegt wurden – ein öffentlicher Prozess bleibt ihm somit erspart. Der Vorfall wiegt dennoch schwer: Damals soll er einer Frau ungefragt Kokain auf die Lippen geschmiert haben. Heute zollt er der Geschädigten öffentlich Respekt: "Sie hat mit ihrer Anzeige absolut richtig gehandelt und dadurch Grenzen klar aufgezeigt."
Kurz nach der Tat hatte Christopher bereits eingeräumt: "Man geht zu keiner Person, egal in welchem Zustand, egal wie illuminiert man ist, nimmt's so und schmiert ihr dann Kokain auf die Lippen." Sexuelle Übergriffe bestritt er jedoch vehement. Für den Musiker zählt nun vor allem die Einsicht. "Jegliche Form der Gewalt ist inakzeptabel", stellt Christopher klar und betont: "In jeder Krise steckt auch eine Chance." Die Staatsanwaltschaft Wien vereinbarte laut Krone eine zweijährige Probezeit mit spezifischen Pflichten, die jedoch geheim bleiben. Während die juristische Akte geschlossen ist, geht die persönliche Arbeit weiter. Sein Manager bestätigte, dass der Sänger seine Therapie nach der stationären Entlassung fortsetzt.
Künstlerisch kämpft Christopher nach dem Skandal um seine Existenzberechtigung: Radiosender verbannten nach Bekanntwerden der Vorwürfe seine Hits, Konzerte wurden abgesagt und das neue Album liegt vorerst auf Eis. Der Mann, der mit "Ham kummst" einst ganz Österreich begeisterte, steht vor den Trümmern seines Images. Ob das Publikum ihm den Exzess verzeiht, wird sich bei seiner geplanten Rückkehr im Sommer zeigen. Er selbst blickt trotz der beruflichen Vollbremsung nach vorn und akzeptiert die gezogenen Grenzen. Für Christopher ist klar, dass der Weg zurück in die Normalität kein Sprint wird, sondern eine ehrliche Auseinandersetzung mit seinen eigenen Dämonen erfordert.







