

In rund 123 Stunden: Arda Saatçi beendet 600-Kilometer-Lauf
Der Berliner Extremsportler Arda Saatçi (28) hat eine beeindruckende Leistung vollbracht und dabei sogar einen Streamingrekord gebrochen. Er lief mehr als 600 Kilometer vom Death Valley in der Wüste Kaliforniens bis zum Santa Monica Pier in Los Angeles und war dabei insgesamt 123 Stunden und 21 Minuten auf den Beinen. Dabei überquerte er rund 6.000 Höhenmeter. Immer an seiner Seite: sein Team sowie joggende Kameraleute, Trainer, Mediziner und Assistenten auf Fahrrädern und in Trucks, Drohnen und ein Camper zum Schlafen. Den Livestream seines Sponsors Red Bull verfolgten in der Spitze zwei Millionen Menschen auf YouTube und Twitch. Allein auf der Streamingplattform Twitch schalteten 636.000 Zuschauer ein und verhalfen Arda damit zu einem deutschen Streamingrekord, womit er den bisherigen Rekordhalter MontanaBlack (38) ablöste.
Sein ursprüngliches Ziel, die Strecke in unter 96 Stunden zu bewältigen, schaffte Arda schweren Herzens allerdings nicht. Nach Ablauf dieser Zeit hatte er rund 458 Kilometer zurückgelegt. Unter Tränen sprach er in die Kamera: "Ich hoffe, ich habe euch nicht enttäuscht." Aufgehört hat er trotzdem nicht, denn im Ziel wartete seine Mutter auf ihn. Er hatte ihr versprochen, am Muttertag gemeinsam ein Eis essen zu gehen. "Das Versprechen werde ich auch halten", kündigte er an. Und so lief er weiter, bis er am Sonntag schließlich den Santa Monica Pier erreichte. Dort fiel er seiner Mutter weinend in die Arme, während das Publikum jubelte. "Versprechen gehalten", sagte er geschafft, aber überglücklich. An seine Fans richtete er zudem noch eine rührende Botschaft: "Es lohnt sich immer, nach den Sternen zu greifen. Auch wenn es nicht ganz perfekt klappt. Behalte deinen Traum immer in deinem Herzen."
Arda wurde in Berlin geboren, seine Familie stammt aus der Türkei. Eigentlich hatte er einst Fußballprofi werden wollen, ehe er sich dem Kraft- und Ausdauersport verschrieb. In den vergangenen Jahren sorgte er mit mehreren Extremläufen immer wieder für Aufsehen: Vor zwei Jahren lief er in 74 Tagen über 3.000 Kilometer von Berlin nach New York – unterbrochen von einem Ermüdungsbruch im Bein. Im vergangenen Jahr durchquerte er Japan von Nord nach Süd, 3.028 Kilometer in 43 Tagen. Auf Instagram verfolgen ihn mittlerweile rund zwei Millionen Menschen. Allein während seines Wüstenlaufs wuchs seine Followerschaft dort von 1,3 auf über zwei Millionen an.





